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Immofinanz will S Immo-HV

Verlangt jetzt außerordentliche HV

Autor: Charles Steiner

Der Übernahmekrimi zwischen Immofinanz und S Immo geht in die nächste Runde: Nachdem in der Vorwoche die S Immo ihre ordentliche Hauptversammlung, die am 30. April anberaumt gewesen wäre, verschoben hatte, verlangt jetzt die Immofinanz eine außerordentliche Hauptversammlung. Die Immofinanz hatte ja bekanntlich ein verbessertes Übernahmeangebot von 22,25 Euro je ausständiger S Immo-Aktie gelegt, allerdings unter der Bedingung, dass die S Immo-Aktionäre das derzeit geltende Höchststimmrecht von 15 Prozent aufheben. Mit der Verschiebung der HV zeigte sich die S Immo wohl abwartend, inwiefern die die Aktionäre das Angebot annehmen würden. Die Aufforderung der Immofinanz, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, hat sich zum Ziel gesetzt, eine rasche Entscheidungsgrundlange während der Annahmefrist des Übernahmeangebots zu schaffen. Die außerordentliche HV sollte dann, eingerechnet mit einer 21-tägigen Einberufungsfrist, dann am oder um den 30. April stattfinden.

In ihrem Begehren zu einer außerordentlichen Hauptversammlung will die Immofinanz jetzt schnellstmöglich wissen, inwiefern die S Immo-Aktionäre zu einer Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung bereit wären. Die Immofinanz argumentiert jetzt damit, dass auch ungeachtet des Übernahmeangebots die Aufhebung des Höchststimmrechts von Vorteil sei, da Investoren laut Ansicht der Immofinanz Stimmrechtsbeschränkungen als "wirtschaftlich nachteilig einordnen". Das von der Immofinanz ins Treffen geführte "one share-one vote" würde auch dem Corporate Governance-Grundsatz entsprechen.