immoflash

Immokauf für Private wird schwieriger

Fast drei Viertel der Deutschen erwarten da Hürden

Autor: Charles Steiner

Steigende Preise, knappes Angebot und nicht zuletzt äußerst risikoscheue Banken, die trotz der Geldschwemme der EZB und historisch niedrigen Zinsen bei Krediten für Wohnimmobilien auf die Bremse drückt: In Deutschland sind einer aktuellen Umfrage von Interhyp- und Statista unter 1.000 Deutsche mittlerweile zwei Drittel der Befragten der Ansicht, dass der Immobilienkauf durch die Corona-Krise noch schwieriger sein wird. Das, obwohl gut die Hälfte gerne ein eigenes Eigenheim hätte.

In Zahlen ausgedrückt sieht das Szenario so aus: Jeder Zweite (49 Prozent) befürchtet, dass sich durch die Pandemie die wirtschaftliche Situation von Immobilieninteressenten verschlechtern könnte. Jeder Vierte (26 Prozent) meint, der Erwerb werde noch schwieriger, weil die Immobilienpreise durch Corona steigen werden. 21 Prozent denken, dass Corona keinen Einfluss auf den Immobilienmarkt hat, nur vier Prozent erwarten sinkende Immobilienpreise aufgrund von Corona.

Die Mehrheit der Befragten habe laut Interhyp konkrete Vorstellungen davon, wie die Wohneigentumsquote in Deutschland im aktuellen Umfeld steigen könnte. Für 74 Prozent wären geringere Kaufpreise oder Baukosten der wichtigste Faktor, gefolgt von geringeren Kaufnebenkosten (59 Prozent). 58 Prozent sehen in einer höheren finanziellen Unterstützung vom Staat oder der Gemeinde die treibende Kraft, 45 Prozent in niedrigeren Eigenkapitalanforderungen bei der Finanzierung und 36 Prozent in noch günstigeren Baukrediten. Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp. "Mit reduzierten Kaufnebenkosten und mehr Fördermitteln könnte die Politik höhere Anreize für den Wohneigentumserwerb schaffen." Dies entspreche dem Wunsch vieler Menschen, wie die Umfrage zeige.