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Immopreisblase in USA

Banken finanzieren (wieder) zu 100 Prozent

Autor: Gerhard Rodler aus Washington

Nach der Immobilienkrise ist vor der Krise. Nach dem Platzen der Immobilienblase ist vor der nächsten Blase. In den USA wird jedenfalls schon wieder heftig für die nächste Blase Luft geholt. Zum einen haben die Preise für die privaten Häuser landesweit wieder nahezu das Vorkrisenniveau erreicht. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung der privaten Immobilien in den USA um 15 bis 20 Prozent in den zurückliegenden 16 Monaten! Zum anderen aber beweisen auch die Banken ein Superkurzzeit-Gedächtnis. Aktuell bieten die meisten US-Banken bereits wieder Finanzierungen zu 100 Prozent des geschätzten Immobilienwertes an, sagt ERA-Maklerin Denise Delman am Randes des IBC in Washington. Auch die Nachfrage ist in den letzten Monaten fast explosionsartig gestiegen. Im gleichen Ausmaß rasselt die Verwertungsdauer hinunter. Immer mehr kaufen (jetzt wieder) aus reiner Veranlagung. Das gab es schon alles einmal… Mit einem innovativen und sehr aggressiven Datamining-Projekt will man die eigene Position rasch noch weiter ausbauen, verrät ERA-CEO Charlie Young am Rande der IBC außerdem. Dabei wird analysiert, wer wie oft und wie lange auf welchen Immobilienseiten ganz konkrete Objekte besichtigt. Die Software rechnet dann aus, zu wie viel Prozent der Immosuchenden für ein spezielles Objekt in Frage kommen.

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