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Immopreise am Gipfel

Hauptmotiv: sichere Veranlagungsform

Autor: Gerhard Rodler

Was die Preisanstiege der Wohnimmobilien betrifft, haben wir 2013 die Spitze erreicht. Das Niveau bleibt sicher auch 2014 hoch, aber die Preiskurve flacht ab“, ist sich Judith Kössner, Leiterin des Immobilien-Geschäfts von willhaben.at, sicher.

Die heimischen Wohnimmobilien sind weiterhin sehr gefragt. Das Hauptmotiv für den Immobilienkauf ist dabei vorrangig die Eigennutzung, wenngleich eine Abflachung der Nachfragekurve erkennbar ist. Immobilien gelten noch immer als sichere Veranlagungsform, deren Wert im Gegensatz zu anderen Anlagevermögen als weniger volatil angesehen wird, ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter willhaben.at-Usern.

Für 2014 rechnet Kössner mit einer wachsenden Wohnbaurate von voraussichtlich 4,2 Prozent im Vergleich zu 2013.

Die Schere zwischen dem Eigentums- und Mietenmarkt wird weiter aufgehen, wenn auch schwächer als die vergangenen Jahre. In Wien sind die Preise für Eigentumswohnungen gemäß Auswertungen von willhaben.at innerhalb von zwölf Jahren um 80 Prozent gestiegen, während sich die Mieten im gleichen Zeitraum um rund 25 Prozent erhöht haben. Am Wiener Büromarkt sind im zweiten Halbjahr 2013 die Neuvermietungen wieder in Schwung gekommen, dieser Trend sollte sich 2014 fortsetzen.

„Fakt ist, dass das österreichische Mietrecht einen grundlegenden Systemwechsel braucht, der nicht durch Mietzinsdeckelungen oder ähnliche Maßnahmen durchzuführen ist“, fordert Kössner überfällige Reformen.

Die erwartete Verbesserung der Konjunktur ist für Kössner ein gutes Vorzeichen für eine weiterhin erfreuliche Performance des österreichischen Immobilienmarktes.

Während die durchschnittliche Wohnfläche pro Haushalt in Einfamilienhäusern in den vergangenen Jahren stieg, blieb sie in Wohnungen annähernd gleich. „Es müssten vermehrt auch kleinere Wohnungen für Singles und Pensionisten angeboten werden“, erkennt Kössner ein demografisch bedingtes Marktdefizit. Laut Statistik Austria gab es in Österreich Ende 2011 exakt 2.191.280 Gebäude und 4.441.408 Wohnungen.