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IMW SE überlegt Börsenrückzug

Folgt bald auch die Conwert?

Autor: Gerhard Rodler

Aufgrund des stetigen Finanzbedarfs für die Modernisierung dieses Portfolios sowie der künftigen strategischen Ausrichtung des deutschen Immobilienkonzerns IMW SE erscheine eine Notierung im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse nicht mehr zweckdienlich, teilt das Unternehmen mit. Daher habe sich der Verwaltungsrat des IMW-Konzerns entschlossen, für den 30. Juli 2015 eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, um gemeinsam mit den Aktionären einen vollständigen Rückzug von der Börse zu diskutieren.

Ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals wurde wie berichtet bereits gestartet und endet heute Mitternacht.

Dabei machen es die Strippenzieher den Aktionären leicht: Das Konzernergebnis der IMW Immobilien SE auf 17,0 Millionen Euro (Vorjahr: 21,7 Millionen Euro) ab. Davon entfielen 13,4 Millionen Euro auf die fortgeführten Geschäftsbereiche bestehend aus den Portfolien Gropiusstadt, Austerlitz und Hannover. Der aufgegebene Geschäftsbereich das britische Portfolio Dukes Court trug 3,6 Millionen Euro zum Gesamtergebnis bei. Mit Blick auf das Berichtsjahr 2015/2016 erwartet die IMW Immobilien SE für die gesamte Gruppe steigende Erlöse aus der Vermietung von Immobilien in Höhe von über 20 Millionen Euro bei einem abermals schwächeren Unternehmensergebnis. Durchaus möglich, dass auch die österreichische Conwert in absehbarer Zeit einen sehr ähnlichen Weg gehen könnte. Das würde jedenfalls ganz in das vom Immobilien Magazin in seiner eben erschienenen Ausgabe gezeichnete Bild über die Zukunft der Conwert passen.