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In Dresden sind Büros knapp

Flächen dringend gesucht

Autor: Charles Steiner

Die Dresdener Bevölkerung wächst stark - und damit auch die Beschäftigtenzahlen. Schließlich gilt die sächsische Landeshauptstadt als wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum, was unter anderem durch die Großansiedlung eines Halbleiterwerks von Bosch bestätigt wird. Nun steht Dresden allerdings vor einem Problem. Es herrscht ein eklatanter Mangel an Büroflächen. Einem Research von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zufolge sind im ersten Halbjahr gerade mal 35.000 m² Bürofläche umgesetzt worden, fast die Hälfte, 16.000 m² ist laut eigenen Angaben von BNPPRE vermittelt worden. Aktuell liege der Leerstand bei 4,5 Prozent bzw. 110.000 m².

Es bedarf, so BNPPRE, dringend neuer Büroflächen. Derzeit seien etwa 330.000 m² in Entwicklung, allerdings seien bereits 50 Prozent vorverwertet. Zudem sei, so Stefan Sachse, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate sowie Leiter des Dresdner Büros, nicht sicher, ob auch alle Flächen tatsächlich realisiert würden: "Wir brauchen in den nächsten Jahren zwingend weitere Angebote. Zuversichtlich stimmt uns, dass derzeit mehrere Projekte in der Planung sind, wie beispielsweise die Annenhöfe der TLG-Immobilien mit 18.000 Quadratmetern. Für andere, wie die Großenhainer Straße oder das Schlosseck am Neumarkt, gibt es bereits eine Baugenehmigung und wieder andere wie das Güntz-Areal der Sparkasse sind bereits im Bau. So könnten in den nächsten fünf Jahren rund 250.000 Quadratmeter Bürofläche neu entstehen."

Ein Problem für den aktuell vorherrschenden Mangel in Dresden ist, so Sachse, der Umstand, dass in den vergangenen 20 Jahren die Entwicklung gewerblicher Immobilien vernachlässigt worden seien. Mitunter ein Grund dafür seien die bislang noch niedrigen Mietpreise gewesen, die einen Neubau nicht realisierbar gemacht hätten. Doch diese seien mittlerweile gestiegen: BNP Paribas Real Estate spricht dabei von einer Spitzenmiete bei 15,50 Euro/m², die Durchschnittsmiete wurde mit 9,50 Euro/m² angegeben.