immoflash

In Dresden steigen die Mieten

Aber Energieeffizienz wird immer wichtiger

Autor: Gerhard Rodler

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum lässt die Mieten in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden weiter steigen. In den sehr guten Lagen muss im Maximum bereits 11,80 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. Dies geht aus dem aktuellen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Dresden 2014/2015“ des Beratungs- und Vermittlungsunternehmens für Gewerbeimmobilien Engel & Völkers Commercial hervor.

2013 wurden 3.046 Wohnungen in überwiegend zentralen Lagen fertiggestellt, darunter 804 Neubauwohnungen und der Rest in Bestandsgebäuden. Diese Flächen sind jedoch vorwiegend für Eigennutzer bestimmt. „Dabei fehlen nach Angaben der Stadt aktuell in Dresden schätzungsweise 4.000 Mietwohnungen“, betont Stefan Rischke, Geschäftsführer bei Engel & Völkers Commercial Dresden. Zwar gebe es derzeit eine größere Neuentwicklung in der Altstadt gegenüber dem Dresdener Zwinger am Herzogin Garten, wo insgesamt 190 Mietwohnungen (teilweise vollmöbliert) entstehen, doch eine Entspannung der Lage sei mittelfristig nicht in Sicht. „Das seit Jahren andauernde Bevölkerungswachstum wird nämlich anhalten“, ist Rischke überzeugt. Allein der Zuzugsgewinn von 4.300 Personen im Jahre 2013 sei ein Zeugnis für die Attraktivität der Stadt.

Verfügbar sind vermehrt Objekte, die während der 90er Jahre modernisiert oder saniert wurden und jetzt, je nach Zustand, wieder saniert werden müssten. „Dies steht aber im Gegensatz zu den Wünschen der Käufer, die im optimalen Fall ein voll saniertes und modernisiertes Objekt suchen“, betont Rischke. So rücke der Energieverbrauch eines Gebäudes durch die Energieeinsparverordnung 2014, die unter anderem eine größere Transparenz der Immobilie durch Offenlegung des Energieausweises schafft, immer mehr in den Fokus.