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In Hamburg sind die Nächte lang

... und die Büros werden immer voller

Autor: Gerhard Rodler

Der Hamburger Büromarkt setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort und verzeichnet mit einem Flächenumsatz von 396.000 m² das drittbeste Ergebnis aller Zeiten. Damit kann sich die Hansestadt im Vorjahresvergleich um fast 11 Prozent steigern und übertrifft den zehnjährigen Durchschnitt um rund neun Prozent. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Diese ist vor allem auch deshalb so spannend, weil der Hamburger Immobilienmarkt sehr viele Parallelen zu Wien aufweist - allerdings mit dem Unterschied, dass hier alles drei bis sechs Monate früher passiert. In den vergangenen 12 Monaten konnte der Leerstand trotz umfangreicher Baufertigstellungen um rund fünf Prozent abgebaut werden und liegt damit zum Ende des dritten Quartals bei 801.000 m², so niedrig wie zuletzt 2008. Die von Nutzern favorisierten modernen Leerstandsflächen betragen mit 219.000 m² anteilig gut 27 Prozent. Im Jahresverlauf 2016 wurden bereits über 242.000 m² Büroflächen fertiggestellt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bautätigkeit in den letzten 12 Monaten um über 40 Prozent reduziert, sodass sich aktuell nur noch 249.000 m² im Bau befinden. Nachdem sich die Spitzenmiete seit Ende 2013 äußerst stabil zeigte, ist sie zum Ende des Jahres 2015 um 2 Prozent auf 25,50 Euro/m² gestiegen.