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Konkurrenznachteil für Industrieimmos

Höhere Mieten und weniger Angebot als in Deutschland

Autor: Gerhard Rodler

Der österreichische Industrieimmobilienmarkt unterscheidet sich deutlich von jenem in Deutschland - und zwar sowohl, was Miete betrifft als auch das Angebot. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsanalyse des auf den deutschsprachigen Industrieimmobilienmarkt spezialisierten Beratungshauses IndustrialPort.

Der österreichische Markt für Industrieimmobilien ist demnach zurzeit noch sehr stark eigentümergeprägt. Er würde sich sich erst langsam zu einem Vermietungsmarkt wandeln. So wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 rund 30 mal mehr Hallenflächen pro Einwohner als in Österreich angeboten. Auch werden in der Alpenrepublik erst seit wenigen Jahren verstärkt Gebäude über 10.000 m² gebaut.

Die durchschnittliche Größe von Bestandsgebäuden über 1.000 m² liegt bei rund 3.700 m², sie beträgt so nur rund ein Drittel des deutschen Vergleichswertes. Bei der Betrachtung der durchschnittlich erzielbaren Miete fällt auf, dass diese knapp 24 Prozent über der in Deutschland liegt.

Die meisten Gebäude entstanden in den vergangenen Jahren an der Achse Salzburg - Wien (A1), somit der Verlängerung von München - Rosenheim (A8). Hier befinden sich rund 80 Prozent aller Industrieimmobilien über 1.000 m² Fläche in Österreich. Hier wurden auch 85 Prozent aller Vermietungsleistungen getätigt.

Die geeignetsten Regionen für Industrieimmobilien seien zurzeit Wien, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Linz. Es sei aber festzustellen, dass andere Standorte wie Innsbruck, Villach sowie die Regionen Wels und Feldkirch aufholen.

IndustrialPort wird ab Frühjahr 2020 sein Online-Angebot auf Österreich ausweiten. In den Bereichen Advisory, Due Diligence (buy side und sell side) und Valuation ist das Unternehmen schon länger beratend in Österreich tätig.