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Industriezentren mit Wachstum im zweiten Quartal

Minsk verzeichnete den höchsten Anstieg

Autor: Gerhard Rodler

Dublin und die größten britischen Logistikmärkte wie London Heathrow, Birmingham in den West Midlands und Manchester im Nordwesten sahen einen Anstieg der Industriemieten inmitten der sich erholenden Nachfrage und abnehmenden Verfügbarkeit, genauso ist es der Fall in München und Stuttgart in Deutschland.

Der neueste EMEA Industrial Report von Colliers International zeigt auf, dass die Spitzenmietpreise in den meisten Standorten ihre Stabilität gefunden haben (46 von 54 Städten berichten entweder über Wachstum und unveränderte Werte im 1. Halbjahr 2014). Hierzu zählen die primären südeuropäischen Märkte einschließlich Lissabon und Madrid, in denen die Spitzenmieten am Logistikmarkt in den letzten 18 Monaten unverändert stabil blieben. Mehrere osteuropäische Märkte verzeichneten ein Wachstum der Logistikmieten, einschließlich Tallinn, Vilnius, Bratislava und Brno. Minsk verzeichnete den höchsten Anstieg (+45 Prozent) gegenüber allen anderen Märkten, vor allem aufgrund des Angebotsmangels.

Bei einem Blick in die Zukunft sind weitere Steigerungen der Spitzenmieten am Logistikmarkt in London, Birmingham, Dublin, Stuttgart und Vilnius zu erwarten; während vor allem in den größeren russischen Märkten wie Moskau und St. Petersburg, aber auch Athen und Belgrad ein Rückgang beobachtet werden kann.

Am Investmentmarkt ist es bei den Spitzenrenditen zu einer Kompression in 12 Europäischen Standorten gekommen und nur 8 Märkte haben eine Abschwächung verzeichnet. 33 von 53 Märkten sahen keine Veränderungen. Während Deutschland im 1. Quartal 2014 die seit jeher höchsten Logistik-Investmenttransaktionen verzeichnen konnte, ging die Investmentaktivität im letzten Quartal wieder auf ein normales Niveau zurück. Am bemerkenswertesten war Frankfurt am Main, der teuerste Standort, der Renditekompressionen von minus 30 Basispunkten aufzeigte, Stuttgart kam auf minus 20 Basispunkte. Andere Investoren Hotspots waren die Kernabsatzmärkte in Mittel- und Osteuropa: Bratislava (-25 bps) und Brno (-30 bps). Auch in Schweden konnten die wichtigsten Logistikmärkte, Göteborg und Stockholm eine Kompression der Spitzenrenditen von jeweils -25 bps verzeichnen.