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Energieineffizienz ist teuer

Zwei Euro pro m² Mehrkosten durch mangelnde Energieeffizienz

Autor: Charles Steiner

Energieeffizienz ist nicht nur ein Kaufanreiz für Investoren, sondern spart auch bares Geld: In Deutschland etwa wird mit dem kommenden Jahr das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen" oder auch Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) in Kraft treten. Damit werden auch Kohlendioxid-Emissionen auf in Umlauf gebrachte fossile Brennstoffe bepreist. Auch der Handel mit Emissionszertifikaten wird teuer: Der Handel mit fossilen Brennstoffen ist in einer Übergangsphase bis 2025 über den Verkauf von Zertifikaten mit einem gestaffelten Festpreis von bis zu 55 Euro pro Tonne CO2 geregelt. Ab 2026 werden die Zertifikate dann per Auktion vergeben, wobei für das erste Jahr ein Preiskorridor von 55-65 Euro/Emissionszertifikat und Tonne CO2 festgelegt wurde.

Das hat auch Auswirkungen auf die Immobilienbranche, wie die IGP Advantag erhoben hatte. Demnach würden für nicht klimaneutrale Gebäude ab dem kommenden Jahr bis zu zwei Euro/m² an Mehrkosten entstehen. Für Raik Oliver Heinzelmann, Vorstand der IGP Advantag, ist der Bau CO2-neutraler Immobilien daher nicht nur gesellschaftlich, sondern vor allem wirtschaftlich notwendig: "2025 betragen allein die CO2-bedingen Mehrkosten pro Quadratmeter 0,08 Euro bei Erdgas und bis zu 1,19 Euro bei Öl. Zudem profitieren effiziente Gebäude von deutlich geringeren Heizkosten durch weniger Verbrauch. Noch nicht einberechnet sind die langfristigen volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels."