immoflash

Inflation im Jänner angestiegen

Preisschub bei Treibstoffen ließ Inflation auf zwei Prozent wachsen

Autor: Charles Steiner

Die Inflation ist im Jänner wieder gestiegen - vor allem bei Treibstoffen hat es laut aktueller Analyse von Statistik Austria einen Preisschub gegeben. Setzt sich der Trend fort, wird sich das unter anderem auch auf die Indexierung der Mieten, die im kommenden Jahr vorgenommen werden wird, auswirken. Laut Statistik Austria liegt die Inflation im Jänner bei zwei Prozent nach 1,7 Prozent im Dezember 2019. Damit liegt der Indexstand im Jänner (gemessen am Verbraucherpreisindex 2015) bei 107,6. Die harmonisierte Inflationsrate betrug 2,2 Prozent (Dezember 2019: 1,8 Prozent) und war somit um 0,2 Prozentpunkte höher als der VPI. Neben einem Preisschub bei Treibstoffen haben auch die Preisanstiege für Wohnung, Wasser und Energie die Inflationsrate für den Jänner maßgeblich beeinflusst. Die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich durchschnittlich um 3,0 Prozent (Einfluss: +0,19 Prozentpunkte). Haushaltsenergie kostete durchschnittlich um 3,7 Prozent mehr (Einfluss: +0,15 Prozentpunkte), wozu vor allem höhere Strompreise beitrugen (+6,5%; Einfluss: +0,13 Prozentpunkte). Auch für feste Brennstoffe (+3,0 Prozent), Heizöl (+2,7 Prozent) sowie Fernwärme (+0,8 Prozent) stiegen die Preise; Gas hingegen wurde günstiger (-0,9 Prozent). Die Mieten stiegen insgesamt um 2,7 Prozent (Einfluss: +0,14 Prozentpunkte).

Als Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand erwies sich mit durchschnittlich -11,7 Prozent der Bereich Bekleidung und Schuhe (Einfluss: -0,58 Prozentpunkte). Verursacht wurde dieser starke Preisrückgang vom saisonalen Effekt des Winterschlussverkaufs. Bekleidungsartikel kosteten deshalb gegenüber Dezember 2019 um insgesamt 14,0 Prozent weniger, Schuhe um 6,1 Prozent.