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Info zum Tag: Was darf Parken kosten

Erstmals wissenschaftliche Studie zur Akzeptanz

Autor: Gerhard Rodler

Jonas Sutter und Roman Nagiller, Studenten der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, untersuchten am Institut für strategisches Management und Tourismus (Lehrstuhl für Branding, Prof. Andrea Hemetzberger) erstmals Wünsche und Meinungen der Parkkunden in Garagen im Stadtgebiet Innsbruck. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel "Marktsegmentierung: Strategien, Konzepte und Methoden" war, Kundengruppen von Parkgaragen zu definieren. Ergebnis: es gibt zwei wesentliche Kundengruppen, nämlich die "anspruchsvollen Vielparker" und die "unkomplizierten Zweckparker". Trotz individueller und sozialer Unterschiede ist bei beiden Kundengruppen das überwiegende Motiv beim Parken in der Innsbrucker Innenstadt der Einkauf.

Die Befragung der insgesamt 65 Parkkunden zu ihren Wünschen nach Innovationen in verschiedenen Parkgaragen in Innsbruck ergab, dass sich Autofahrer kaum konkrete Verbesserungen vorstellen können. Für die Nutzer sind die Faktoren „niedriger Preis“ und „Nähe zum Zielort“ die wichtigsten Eigenschaften einer Parkgarage. Alle anderen Merkmale sind für die Kunden kaum entscheidend.

Zwei Drittel der Garagennutzer sind bereit, bis zu 3,27 Euro pro Stunde für ein Parkticket "unter Dach" zu bezahlen. Dieser Preis scheint der überwiegenden Zahl der Benützer gerechtfertigt.

Als günstig empfinden die Befragten Stundenpreise von 1,50 Euro und darunter. Die Autoren erläutern auch den betriebswirtschaftlichen Hintergrund unterschiedlicher Parkkosten: Shoppingcenter - Garagen offerieren vielfach nicht kostendeckende Preise, da die Parkkunden Umsätze für die Geschäftsinhaber des Shoppingcenters bringen. "Normale" Innenstadtgaragen müssen hingegen zu Vollkosten kalkulieren und haben dementsprechend höhere Tarife. Die List Group als privater Errichter und Eigentümer von Garagen in Österreich unterstütze diese Arbeit.