immoflash

Investmentmärkte weiter sehr dynamisch

Deutschlandweit überdurchschnittlich aktiver Markt

Autor: Gerhard Rodler

In den ersten drei Quartalen 2013 wurden bundesweit gut 19 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien angelegt – knapp 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Sowohl bei Einzeldeals als auch Portfoliotransaktionen konnte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum eine Umsatzsteigerung beobachtet werden. Einzelverkäufe legten um 17 Prozent auf 14,57 Milliarden Euro zu und tragen knapp 77 Prozent zum Gesamtergebnis bei. Beeindruckend fiel der Anstieg der Portfoliodeals aus, die um 74 Prozent auf aktuell rund 4,45 Milliarden Euro angezogen haben.

Bereits heute ist absehbar, dass sich dieser Trend auch im letzten Quartal des Jahres fortsetzen und voraussichtlich sogar noch beschleunigen wird. Bemerkenswert ist auch, dass ausländische Investoren gerade in diesem Marktsegment besonders aktiv sind und einen Anteil von knapp 58 Prozent am Transaktionsvolumen erreichen. Insgesamt entfällt rund ein Drittel des Gesamtumsatzes auf ausländische Anleger, die damit nicht nur absolut deutlich mehr ausgegeben, sondern auch ihren relativen Anteil um fast 5 Prozentpunkte gesteigert haben. Unverändert an der Spitze liegen Büroimmobilien, die gut 40 Prozent des Gesamtumsatzes auf sich vereinen können.

Auf dem zweiten Platz folgen erwartungsgemäß Einzelhandelsobjekte, die auf 29 Prozent kommen. Relativ betrachtet haben vor allem Logistikimmobilien stark zugelegt. Mit einem Umsatzanteil von über 11 Prozent zeichnen sie bereits nach drei Quartalen für ein Transaktionsvolumen von fast 2,2 Milliarden Euro verantwortlich. Damit liegen sie bereits heute über den Gesamtergebnissen der letzten fünf Jahre. Deutlich zugelegt haben auch die Big-Six-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München). Mit gut 10,45 Milliarden Euro haben sie bereits nach drei Quartalen die 10 Milliarden Euro -Schwelle überschritten und das drittbeste jemals registrierte Ergebnis verbucht. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einer Steigerung um mehr als 32 Prozent.

Die Tatsache, dass sich die positive Entwicklung an fast allen Standorten vollzog, unterstreicht die Stabilität des Gesamtmarkts“, betont Sven Stricker, Geschäftsführer und Bereichsleiter Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Bisheriger Spitzenreiter ist München mit 2,56 Mrd. Euro (+20,5 %), gefolgt von Berlin mit knapp 2,29 Mrd. Euro (+12 %). Als dritter Standort weist auch Frankfurt mit 2,15 Mrd. Euro (+52 %) bereits nach drei Quartalen ein Transaktionsvolumen über 2 Mrd. Euro auf. Hamburg verzeichnet mit +34 % eine beeindruckende Entwicklung und erreicht bislang knapp 1,75 Mrd. Euro. Den mit Abstand größten Sprung schafft aber Düsseldorf mit +158 % auf 1,28 Mrd. Euro. Mehrere Großdeals, wie die Verkäufe des Kö-Bogens oder des Stadttors, sorgen für ein außergewöhnliches Investmentjahr. Lediglich Köln musste mit einem Umsatz von bislang 433 Mio. Euro einen Rückgang um 14 Prozent verkraften.