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Investmentmarkt deutlich über Vorjahr

Deutsches Transaktionsvolumen steigt um 30 Prozent

Autor: Gerhard Rodler

Auf dem gewerblichen Investmentmarkt Deutschland wurden nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International Deutschland 2014 knapp 39,8 Milliarden Euro investiert, so viel wie seit 2007 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um knapp 30 Prozent. Ein Grund hierfür ist im gesteigerten Portfolioanteil zu sehen, welcher bei etwa 31 Prozent lag. Insgesamt wurden rund 12,4 Milliarden Euro in Immobilienpakete und damit circa 57 Prozent mehr als im Vorjahr investiert.

Eine besondere Position nahm dabei der Investmentmarkt Frankfurt am Main ein. Während die Finanzmetropole im ersten Halbjahr nur wenig Aufmerksamkeit erfuhr, hatte es die zweite Jahreshälfte in sich. Neben dem Verkauf des Palais Quartier-Ensembles für rund 800 Millionen Euro fand hier mit dem Verkauf des Silberturms für über 450 Millionen Euro auch die drittgrößte Einzeltransaktion Deutschlands statt. Der Appetit von Investoren auf Büroimmobilien war auch 2014 sehr hoch. Jeder zweite Euro des bundesweiten Transaktionsvolumens wurde in Immobilien dieses Nutzungstyps investiert, was in Summe rund 20 Milliarden Euro ergibt. Auf Einzelhandelsimmobilien entfielen rund 8,4 Milliarden Euro und ein Marktanteil von 21 Prozent. Hervorzuheben sind allerdings die Rekordergebnisse von Logistik- und Hotelimmobilien. Logistikimmobilien mit 3,6 und Hotelimmobilien mit 3,1 Milliarden Euro erreichten neue Höchststände und Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr von 57 beziehungsweise 82 Prozent.