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Investments in CEE rollen an

Aber Stillstand SEE und Ukraine

Autor: Gerhard Rodler

Die Investoren engagieren sich wieder stärker im CEE-Raum - nur nicht in Südosteuropa und naturgemäß der Ukraine. Selbst in Russland rollt der Rubel. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 631 Millionen Euro in Immobilien investiert, im Vorjahreszeitraum waren es 869 Millionen, ergibt eine CBRE-Studie.

Dazu kommt, das es auf einigen Märkten noch viel mehr hätte sein können. Allerdings beschränkte die Knappheit der verfügbaren Objekte in bestimmten Märkten, insbesondere Polen, den Umfang der Investmentaktivitäten. Durch das geringe Investmentangebot konnten andere Teile dieser Region - insbesondere Tschechien und Ungarn - einen Anstieg des Investmentvolumen im Zeitraum von Jänner bis April 2015 auf 901 Millionen Euro (Jan.-Apr. 2014: 326 Millionen Euro) und 174 Millionen Euro (Jan.-Apr. 2014: 54 Millionen Euro) verzeichnen. Zuwächse, wenn auch in einem geringeren Ausmaß, erreichten die gewerblichen Immobilieninvestments in den Baltischen Staaten und Rumänien.

Mike Atwell, Head of Capital Markets, CEE bei CBRE erklärt: „Der Schlüsselfaktor dieses Trends ist der Überfluss von Eigenkapital am Markt, das insbesondere von Private Equity Gruppen investiert wird, die bereit sind schnell aufs Ganze zu gehen. Sogenannte platform deals sowie Unternehmensübernahmen bieten die Gelegenheit mit dieser Strategie erfolgreich zu sein, da im Vergleich zu traditionellen Einzeltransaktionen und/oder kleinen Portfolios am Markt, ein geringerer Wettbewerb herrscht.“ Jos Tromp, CBRE's Head of Central & Eastern Europe and Africa Research bei CBRE, dazu: „Gewerbeimmobilieninvestoren suchen weiterhin nach Investmentgelegenheiten in Zentral- und Osteuropa. Die Anzahl der Staaten, welche von dieser Entwicklung profitieren, nimmt infolgedessen zu. Wir nehmen an, dass sich der Trend dieses Jahr fortsetzen wird, da das internationale Kapital weiter auf der Suche nach Return on Investment ist und sich der Investmentbereich über West- und Südeuropa hinaus ausbreitet. Allerdings können die Volumina von Jahr zu Jahr durchaus variieren, da einzelne Großtransaktionen stärker ins Gewicht fallen können, wie zum Beispiel das “Palladium Shopping Centre„. Dieses Objekt wurde für 570 Millionen Euro verkauft und stellt 63 Prozent des gesamten Volumens Tschechiens dar. Im Großen und Ganzen denken wir, dass wir dank niedriger Zinsen und verbesserter wirtschaftlicher Grundlagen eine weitere Erholung der Investmentvolumina im CEE-Raum sehen werden.“