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Investments zeigen sich krisenresistent

2,3 Milliarden Euro wurden bereits investiert

Autor: Charles Steiner

Auch wenn das heurige Jahr verständlicherweise kein Rekordjahr werden wird: Der österreichische Investmentmarkt zeigt sich trotz Coronapandemie dennoch robust. Laut den aktuellen Q3-Zahlen von CBRE seien zwischen Jänner und September rund 2,3 Milliarden Euro in österreichische Immobilien investiert worden, besonders stark erwiesen sich die Sommermonate nach dem Lockdown, wo 600 Millionen Euro umgesetzt worden sind. Für das Jahresende hält Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE einen Gesamtwert von drei Milliarden Euro für durchaus realistisch. Zum Vergleich: Im absoluten Rekordjahr 2019 waren es insgesamt 5,9 Milliarden Euro.

„Die Investoren wollen und können investieren, das Kapital ist vorhanden. Gesucht werden sichere Investments - dafür bieten sich Österreich und hier wiederum die Assetklassen Büro, Wohnen und Industrie & Logistik an“, so Fichtinger, der für das vierte Quartal noch einige Abschlüsse erwartet.

Mit 40 Prozent blieben Büroimmobilien auch im dritten Quartal die stärkste Assetklasse, gefolgt von Wohnimmobilien mit 29 Prozent. 14 Prozent flossen in Logistikimmobilien. Die Renditen im Wohnbereich halten ihr niedriges Niveau, bei Büro- und Logistikimmobilien liegen sie aber unter Druck, so CBRE. bei Büroimmobilien liegt die Spitzenrendite zu Quartalsende mit 3,4 Prozent 10 Basispunkte unter dem Wert des Vergleichszeitraumes vom Vorjahr, bei Logistikimmobilien sind es sogar um 55 Basispunkte weniger, was eine Spitzenrendite von 4,6 Prozent per Ende des dritten Quartals bedeutet. Bis zum Jahresende rechnet CBRE damit, dass die Renditen in diesen drei Assetklassen weiter nachgeben. Ebenso erwiesen sich auch die deutschen Investoren mit 55 Prozent am Gesamtvolumen als aktivste Gruppe. Auf österreichische Investoren entfielen ca. 31 Prozent, internationale Anleger waren für 14 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich. Dieser geringe Prozentsatz internationaler Investoren könnte einerseits auf die mit der Pandemie einhergehenden Reisebeschränkungen zurückzuführen sein, andererseits auf das relativ geringe Angebot von attraktiven Investmentoptionen am Markt.