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Nachhaltigkeit wird immer mehr zum Muss

Für viele Immo-Investoren schon ein Gebot

Autor: Stefan Posch

Fehlende Nachhaltigkeit wird für institutionelle Investoren immer mehr zu einem Ausschlusskriterium. Das zeigt eine Umfrage zum Thema ESG (Nachhaltigkeitsaspekte Environment, Social, Governance - Umwelt, Soziales, Unternehmensführung), die im Rahmen der ESG-Konferenz des FondsForums in Frankfurt am Main präsentiert wurde.

Demnach berücksichtigen bereits 52 Prozent das Thema umfassend in der Unternehmens- und Produktentwicklung. Weitere 43 Prozent nehmen sich der ESG-Nachhaltigkeit bereits in einzelnen Aspekten an. Mit rund 91 Prozent glaubt zudem eine große Mehrheit der Befragten an eine dauerhafte Veränderung der Immobilienwirtschaft durch ESG. Lediglich 6 Prozent betrachten ESG in der Branche nur als temporäres Thema.

Die Mehrzahl der Befragten (82 Prozent) misst der Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei Immobilientransaktionen eine wichtige Bedeutung zu. Weitere 14 Prozent sehen sogar eine exklusive Bedeutung. Ohne die Einhaltung von ESG-Kriterien werden nach Meinung dieser Gruppe keine positiven Investitionsentscheidungen mehr möglich sein.

„Das Thema ESG wird neben den grundsätzlichen ökonomischen Anforderungen an Immobilienanlagen für institutionelle Investoren zunehmend eine gleichwertige Bedeutung gewinnen. Denn sowohl die Anforderungen der Mieter wie auch der Käufer und Verkäufer werden die Erfüllung von ESG-Kriterien Schritt für Schritt zu einem Mindeststandard machen“, ist Anja Strumpf, Initiatorin der ESG-Konferenz, überzeugt. Ohne die Berücksichtigung von ESG-Kriterien würde man heute Gefahr laufen, in Zukunft nicht mehr wettbewerbsfähig sein, mit seinem Unternehmen, seinen Anlageprodukten und am wichtigsten, seinen Immobilien.