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Investoren zielen auf Private Assets ab

Geopolitische Sorgen treiben den Markt an

Autor: Charles Steiner

Geopolitsch ist dieser Tage die Situation alles andere als geordnet: Die Unsicherheiten um den Brexit, Handelskrieg mit den USA und die zunehmende Verlangsamung der Weltwirtschaft treiben institutionellen Investoren Sorgenfalten in die Stirn. Das Resultat: Institutionelle setzen immer mehr auf nicht börsengehandelte Vermögenswerte, nämlich Private Assets. Das geht zumindest aus der aktuellen Schroders Institutional Investor Study 2019 hervor, für die 650 institutionelle Anleger mit einem Gesamtvermögen von über 25 Billionen Euro befragt worden sind. Ergebnis der Studie: Mehr als die Hälfte befürchtet, dass die oben genannten Unsicherheiten in den kommenden 12 Monaten die Wertentwicklung der Anlageportfolios beeinflussen würden. Die Reaktion, so die Studie, ist, dass Private Assets für Investoren im Zuge der künftigen Renditeerwartungen eine immer größere Rolle spielen. Jeder Zweite plant, den Anteil solcher Vermögenswerte in seinem Portfolio stärker auszubauen - einerseits aufgrund höherer Renditen, andererseits, um das Portfolio noch breiter zu diversifizieren. Von Private Equities erhoffen sich Investoren die höchsten Yields, es folgen Private Debt, Infrastruktur und Immobilien.

Carlos Böhles, Leiter institutionelles Geschäft bei Schroders in Frankfurt: „Die fortgesetzte Zinsdürre sowie die geopolitischen Unsicherheiten stellen gerade institutionelle Anleger vor beträchtliche Herausforderungen, denn sie müssen langfristige Renditeverpflichtungen erfüllen. Dazu gibt es am Markt gegenwärtig nur wenige Möglichkeiten - Private Assets sind eine davon. Das wird den Investoren auch zunehmend bewusst.“