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Investoren setzen auf Bewährtes

Am liebsten Immobilien in etablierten EU-Räumen

Autor: Gerhard Rodler

Eine positive Entwicklung der Immobilienkredite, vor allem in etablierten Ländern, wie Österreich oder Deutschland, zeigt die sechste Ausgabe der KPMG-Studie „Property Lending Barometer“, die jährlich die Einschätzung der Banken zur Immobilienfinanzierung auf den europäischen Märkten miteinander vergleicht. Viele Wirtschaftsräume im Osten Europas spüren nach wie vor die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise.

In Europa sind die Zinsen auf einem Rekordtief. Ein Anleihenprogramm der europäischen Zentralbank hat es zum Ziel, den Banken zu mehr Liquidität zu verhelfen. Zudem steigern alternative Finanzierungsformen die Wettbewerbssituation. Österreichische Banken sehen dabei Versicherungen, Pensionsfonds und ausländische Geschäftsbanken als ihre größten Mitbewerber.

Zu den bevorzugten Objekten für Investoren am österreichischen Markt zählen Wohn- und Gewerbeimmobilien für Einzelhandel sowie Hotellerie. Immobilieninvestoren in Österreich kommen nach wie vor in erster Linie aus dem deutschsprachigen Raum. Die befragten Banken legen großen Wert darauf, dass die zu finanzierenden Projekte über ein solides Geschäftsmodel verfügen und es sich um eine hochwertige Anlage handelt. Zudem spielen Ruf und Referenzen des Bauunternehmers eine bedeutende Rolle.

Drei Viertel des Kreditvolumens wurde im letzten Jahr für bereits ertragbringende Immobilien aufgewendet, ein Viertel für neue Projekte. Die Bankenvertreter gaben an, grundsätzlich für beide Formen offen zu sein. Die Mehrheit der Befragten rechnet im nächsten Jahr mit einer Steigerung ihres Kreditvolumens, lediglich ein Viertel erwartet keinerlei Veränderung.