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IVG-Sanierung in heißer Phase

Insolvenzplanverfahren eröffnet

Autor: Gerhard Rodler

Ein Sanierungsplan soll den Immobilienkonzern IVG retten. Das Amtsgericht Bonn eröffnete am Freitag das Insolvenzplanverfahren über den Eigentümer des Gebäudekomplexes „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen und des Londoner Büroturms „The Gherkin“. Der auch in Österreich aktive Konzern hatte sich im August unter der Last von vier Milliarden Euro Schulden unter den Schutzschirm des Insolvenzrechts geflüchtet, nachdem er sich mit den Gläubigern nicht über eine Entschuldung hatte einigen können. Jetzt mündet das Schutzschirmverfahren - wie in den meisten Fällen - in eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Überwacht wird das weiterhin vom Sachwalter Horst Piepenburg.

Mit dem Insolvenzplan soll die IVG Immobilien AG erhalten werden - allerdings mit neuen Eigentümern. Denn die Grundzüge des Konzernumbaus sind seit Monaten klar: Die Aktionäre und Hybridkapitalgeber dürften ganz oder fast leer ausgehen, während sich die bisherigen Kreditgeber und Anleihegläubiger über einen Tausch von Schulden in Eigenkapital (Debt-Equity-Swap) zu den neuen Anteilseignern aufschwingen. Dazu gehören vor allem Hedgefonds wie Cerberus, Varde, Marathon und Davidson Kempner.

Sie hatten sich aber mit anderen Gläubigern über die genaue Verteilung der Anteile zerstritten. In die Gespräche sei Bewegung gekommen, hieß es zuletzt in Verhandlungskreisen.

Danach könnte die „neue“, sanierte IVG startbereit sein: „In unseren Planungen haben wir für die Aufhebung des Verfahrens das erste Halbjahr 2014 vorgesehen, wobei wir den Ehrgeiz haben, möglichst im Frühjahr bereits so weit zu sein“, sagte IVG-Vorstandssprecher Wolfgang Schäfers. Die Geschäfte der Töchter sind unberührt vom Insolvenzverfahren der Mutter und laufen normal weiter.