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Jungunternehmer Karl Bier

Von einem Drei-Personen-Unternehmen mit den Gründungsgeschäfts-führern Karl Bier und Martin Huber und einer Sekretärin hat Karl Bier den Umsatz seit 1991 rund verhundertfacht. Mit Jahreswechsel endete der Angestelltenvertrag mit der UBM. Jetzt startet er nochmals durch. Und zwar auf eigene Rechnung. Das verriet er Gerhard Rodler.

Autor: Gerhard Rodler

Sie haben über mehrere Jahrzehnte die UBM von null weg aufgebaut. Kommt jetzt der Ruhestand? Bier: Nein. Ich konnte in den letzten Monaten etwas Abstand gewinnen und habe mich nach 40-jähriger Tätigkeit für unterschiedliche Gesellschaften und in unterschiedlichen Funktionen entschlossen, meine eigene Firma zu gründen.

Was genau werden sie jetzt machen? Bier: Ich möchte meine langjährige Erfahrung in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft als Consulter den Investoren, Immobilienentwicklern und Bauträgern zur Verfügung stellen. Aus diesen Bereichen gibt es auch schon diverse konkrete Anfragen, die ich im Laufe des Jahres 2017 mit meinem Unternehmen bearbeiten möchte.

Alleine - oder haben Sie Partner in Aussicht/Planung? Bier: Das ist eine Frage, welche Art von Projekten umgesetzt werden soll. Es kann einerseits zum Teil alleine abgearbeitet werden, andererseits wird man bei größeren Projekten durchaus mit anderen wohlbekannten Experten zusammen arbeiten.

Welchen Mehrwert, welche USP können Sie da in die Waagschale werfen? Bier: Nachdem ich in den letzten 35 Jahren in fast allen Bereichen am Immobiliensektor tätig war, gibt es wenig Dinge, die ich noch nicht erleben durfte. Mit anderen Worten: Egal, ob es sich um Hotel-, Büro- oder Wohnbauentwicklungen handelt, ich habe einen reichen Erfahrungsschatz. Nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen Ländern Europas im Osten wie im Westen.

Gibt es darüber hinaus allenfalls weitere Aktivitäten, die Sie reizen könnten? Bier: Neben der reinen Unternehmensberatung habe ich auch vor, das eine oder andere Immobilienprojekt selbst auf eigene Rechnung zu entwickeln. In diesem Zusammenhang prüfe ich derzeit zwei Projekte auf ihre Realisierbarkeit. In diesem Bereich werde ich sowohl alleine als auch mit Partnern künftig diese Projekte umsetzen.

Wann starten sie? Bier: Grundsätzlich habe ich bereits begonnen, erste Projekte mit meiner neu gegründeten Firma zu betreuen, wobei ich mich bemühe, selektiv anspruchsvolle Aufgaben zu übernehmen. Es geht nicht um rasches Wachstum, sondern um Qualität und Spaß an der Umsetzung.

Man könnte annehmen, dass bei Ihrem Netzwerk sicher der eine oder andere Vorstandsjob möglich gewesen wäre. Hätte Sie so etwas nicht (mehr) gereizt? Bier: Es gab natürlich Ideen und Anfragen aus unterschiedlichen Bereichen, aber ich habe mich für die Selbstständigkeit entschieden.

Vielen Dank für das Gespräch.

Zur Person

Karl Bier stieg 1991 in die UBM ein und lenkte deren Geschicke für gut 25 Jahre. Dabei hat der studierte Rechtswissenschaftler aus einem Drei-Mann-Unternehmen, das damals lediglich in Österreich tätig war, den Konzern gemacht, den die UBM jetzt darstellt. Er war maßgeblich daran beteiligt, die Expansion in Deutschland und dem CEE-Raum voranzutreiben. Vor seinem Einstieg bei der UBM war Bier bei der Immorent beschäftigt. Im Frühjahr des Vorjahres verließ er die UBM, jetzt ist er selbstständig.

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