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Kaufkraft: Gewinner und Verlierer

RegioData analysiert Europas Kaufkraft

Autor: Barbara Wallner

Es sind insbesondere die großen oder die wirtschaftlich stabilen Märkte Europas, in denen die durchschnittliche Kaufkraft der Konsumenten selbst im Krisenzeitraum 2008 bis 2012 steigen konnte. Jene Länder hingegen, in denen es eine Mischung aus Exportrückgang, höherer Arbeitslosigkeit und steigender Inflation gegeben hat, registrierten auch Kaufkraftrückgänge.“, so fasst Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioData Research, die Analyse zusammen. In insgesamt 22 Ländern konnte die Kaufkraft Europas real steigen. Mit 45 Prozent am stärksten in der Schweiz, das Schlusslicht bildet Belgien mit 1,1 Prozent. Österreich konnte einen Zuwachs von 2 Prozent verzeichnen. Zu den größten Verlierern der Krise zählen Island, Serbien, Griechenland und Ungarn, wo das Kaufkraftniveau um je mehr als 16 Prozent real zurückging. Die „reichsten“ Europäer sind übrigens die Luxemburger, die eine jährliche Kaufkraft von 31.100 Euro pro Kopf und Nase haben. Die Republik Moldawien ist das Land mit der niedrigsten Kaufkraft von durchschnittlich 1.020 Euro im Jahr. Insgesamt sind die Unterschiede in der Kaufkraft in Europa bemerkenswert, außerdem hat sich das Nord-Süd-Gefälle während der Krise noch verschärft. „Die Wirtschaftskrise hat die volkswirtschaftlichen Schwächen mancher Länder in Europa, die durch die gemeinsame Währung verdeckt wurden, wieder sichtbar gemacht.“, so Richter.