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Kaum Seniorenwohnungen in Deutschland

94 Prozent der Kommunen mit unzureichendem Angebot

Autor: Charles Steiner

Die europäische Bevölkerung wird immer älter, die Anzahl der Menschen 65 plus wird in den kommenden Jahren rasant steigen. Obgleich diese andere Wohnbedürfnisse als jüngere haben, ist das Angebot von betreubaren Wohneinheiten nach wie vor ausbaufähig. Vor allem in Deutschland. Einer aktuellen Analyse des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) zufolge würden in 94 Prozent aller deutschen Kommunen keine ausreichenden Angebote vorhanden sein. Laut Schätzungen ergebe sich ein Bedarf an rund 550.000 betreubaren und vor allem barrierefreien Wohneinheiten deutschlandweit. Das entspricht einem Investitionspotenzial von rund 64 Milliarden Euro.

Michael Held, Vorstandsvorsitzender des auf betreubare Wohneinheiten spezialisierten Projektentwicklers Terragon, sieht in Service-Wohnen zudem eine attraktive Alternative zur klassischen stationären Pflege: "Die Nachfrage nach Service-Wohnen für Senioren wird weiter rasant zunehmen, denn die Mehrheit der Menschen will bis ins hohe Alter in der eigenen Wohnung leben. Und Millionen von Senioren können sich Service-Wohnen auch leisten. Die am Markt bestehende Produktknappheit ist einer der Gründe, die dazu geführt haben, dass das Service-Wohnen für Senioren stärker in den Investorenfokus gerückt ist. Mittlerweile sehen viele Marktteilnehmer Betreutes Wohnen sogar als eigene Assetklasse an."