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Kein Sturmtief auf den Immo-Märkten

Globale Boomphase hält weiter an

Autor: Charles Steiner

Während das Sturmtief Sabine durch halb Europa fegt, bleibt das Immobilienwetter nach wie vor in einem Dauerhoch. Laut dem aktuell veröffentlichten Global Commercial Property Monitor des RICS für das letzte Vorjahresquartal glauben nach wie vor 60 Prozent der Befragten weltweit, dass sich der Markt immer noch in einer Aufschwungs- bzw. Boomphase befindet. Das sind um fünf Prozent mehr als noch 2018 - was mitunter daran liegt, dass die EZB ihre Geldpolitik noch immer sehr locker handhabt und der Handelskrieg zwischen USA und China mittlerweile abzuebben scheint. Jene, die meinen, der Markt sei in einer Abschwungphase, sind dafür deutlich weniger geworden.

Besonders optimistisch zeigt sich die Branche in Europa: Sowohl die Mietermarktindizes (OSI) als auch Investmentmarktindizes (ISI), die jeweils die Stimmung unter Mietern als auch Erwartungen von seiten Investoren misst, zeigen bis auf ein paar wenige Ausnahmen Richtung oben. Besonders in Ungarn als auch in Griechenland seien besonders hohe Werte gemessen worden. Negative Stimmung herrscht eigentlich nur in einigen Ländern im Asien-Pazifik-Raum, in Afrika und im Nahen Osten. In Nord- und Südamerika sei die Lage stabil geblieben.

Wichtigster Indikator am Gewerbeimmobilienmarkt sind Büroimmobilien: Innerhalb der Assetklasse kann davon ausgegangen werden, dass erstklassige Büroflächen die höchsten Erträge generieren. In den kommenden 12 Monaten prognostizieren die Befragten, dass die Kapitalwerte für erstklassige Büroobjekte Prognosen zufolge um durchschnittlich 3,7 Prozent steigen werden. Die Prognosen für erstklassige Industrieobjekte wurden von 2,5 auf 3,2 Prozent nach oben korrigiert, während die Prognosen für erstklassige Einzelhandelsflächen von 0,9 auf 1,3 Prozent angehoben wurden.

Simon Rubinsohn, RICS Chief Economist: „Insgesamt scheinen sich die Aussichten für Gewerbeimmobilienmärkte weltweit in den letzten Monaten etwas verbessert zu haben. Die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Lage hat sich etwas entspannt und die Kreditbedingungen haben sich gelockert.“ Befragt worden sind beim Global Property Monitor 2.956 Unternehmen.