Immobilien Magazin

Keine Angst vorm Zinsgespenst

EZB wird Nullzinspolitik wohl weiter beibehalten.

Autor: Charles Steiner

Nach wie vor wird jede Menge Geld in Immobilien investiert, die derzeitige Nullzinspolitik lässt das Geld nach Beton suchen. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern, sagt Andreas Trumpp, Head of Research bei Savills Investment Management Germany bei der Expo Real in München zum immoflash. Die EZB könne auch so schnell gar nicht die Zinsen erhöhen, denn derzeit boomt die Wirtschaft - und ein sprunghaftes Erhöhen der Zinsen könnte dramatische Folgen haben. "Sollte die EZB erhöhen, dann wird sie ihn allenfalls schrittweise tun können." Derzeit, durch die berühmten null Prozent liegt jedenfalls, so Trumpp, der Yield Gap zwischen Immobilien und Staatsanleihen bei 250 Basispunkten, weswegen auch Immobilien mit vergleichsweise geringen Renditen bei Investoren hoch im Kurs sind. Außerdem sei die Inflation mit zwischen zwei und 2,5 Prozent derzeit so niedrig wie noch nie, weswegen der EZB bei der Anhebung der Zinsen die Hände gebunden seien.

Das lässt allerdings auch die Immobilienpreise deutlich steigen. Der Markt habe sich zu einem Nachfragemarkt entwickelt, aufgrund der Tatsache, dass es kaum alternative Veranlagungsformen mehr gibt. "In Innenstädten wie Berlin oder München gibt es keine Incentives mehr, also etwa, dass man Mieter lockt, indem man Büroflächen drei Monate mietfrei zur Verfügung stellt." Mehr noch: Aufgrund der geringen Neuflächenproduktion habe man nahezu Vollvermietung in allen relevanten Großstädten Deutschlands und auch in Wien.