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Kein Wienwert-Deal mit Wiener Linien

Stefan Gruze machte Geschäft selbst

Autor: Stefan Posch

In den vergangenen Tagen berichteten zahlreiche Medien über einen angeblichen Deal der Wienwert mit den Wiener Linien und über Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen den Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy. Eine Projektgesellschaft der Wienwert soll Grundstücke gekauft und diese deutlich teurer an die Wiener Linien weiterveräußert haben, heißt es in den Berichten. Richtig ist aber vielmehr, dass der ehemalige Wienwert-CEO Stefan Gruze das Geschäft selbst machte. Bereits im Jahr 2018 berichtete immoflash exklusiv über die Vorgänge.

Die betreffende Liegenschaft wurde im Oktober 2017 von einer Gesellschaft von Gruze laut Kaufvertrag um 1,3 Millionen Euro angekauft und rund ein Jahr später an die Verkehrsbetriebe, die die benachbarte Remise erweitern will, um 2,15 Millionen Euro weiterverkauft. Gruze machte so einen Gewinn von 850.000 Euro.

Laut Informationen des immoflash war Stefan Gruze zudem später bei einem weiteren gewinnbringenden Grundstücksdeal im 21. Wiener Gemeindebezirk beteiligt. Eine Gesellschaft, an der der ehemalige Wienwert-CEO als stiller Gesellschafter agiert haben soll, kaufte eine Liegenschaft im sich in Umwidmung befindlichen Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld für 2,6 Millionen Euro an, die wenig später für 4,3 Millionen Euro weiterverkauft wurde.