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Keine Preisblase in Deutschland

Wohnraum in München, Frankfurt, Berlin wird weiter teurer

Autor: Gerhard Rodler

Die Zinsen sind extrem niedrig, die Einkommen steigen: Deshalb sind Immobilien aus Sicht des deutschen Immobilienverbands IVD derzeit trotz leicht steigender Preise erschwinglicher als je zuvor. Das gilt vor allem für begehrte Stadtteile der Metropolen und Regionen, wo die Nachfrage nach Miet-und Wohneigentum ungebrochen hoch ist. Dennoch sieht die Immobilienwirtschaft derzeit keine Preisblasen.

Insgesamt glauben die Lobbyisten der Wohnungswirtschaft an ein Ende stetig anziehender Mietpreise. Der Anstieg der Mieten habe sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr in Westdeutschland von 3,3 auf 2,7 Prozent verlangsamt, im Osten von 2,5 auf jetzt 1,9 Prozent. Aus Sicht des IVD ist derzeit trotzdem der ideale Zeitpunkt für den Kauf des Eigenheims. Nach den Zahlen des IVD ist Wohneigentum derzeit in keiner anderen Großstadt so erschwinglich wie im Osten Berlins. „Ein durchschnittlicher Haushalt muss im Ostteil der Hauptstadt rund 18 Prozent seines Einkommens zur Finanzierung der eigenen vier Wände ausgeben. Ganz anders sieht es in München aus. Dort muss ein Haushalt im Schnitt fast 43 Prozent des Einkommens für die Immobilienfinanzierung ausgeben. In Frankfurt (33 Prozent), Stuttgart (32 Prozent) und Düsseldorf (32 Prozent) frisst die Finanzierung der eigenen vier Wände ein Drittel des Einkommens auf.

Der IVD erwartet, dass Immobilienkäufer 2015 wieder größere Teile ihres verfügbaren Einkommens einplanen müssen, wenn sie ein Eigenheim finanzieren wollen. “Die Zinsen für Immobilienkredite können kaum mehr niedriger werden", glaubt Schick. Gleichzeitig dürften die Preise weiter moderat steigen.