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Keine Preiseinbrüche durch Coronapandemie

Häuser und Wohnungen legten weiterhin zu

Autor: Charles Steiner

Die Unkenrufe, wonach durch die Coronavirus-Pandemie die Immobilienpreise sinken werden, haben sich bislang nicht bestätigt. Im Gegenteil: Laut einer Grundbuchsauswertung von IMMOunited für das zweite Quartal hätten die Häuserpreise überall, die Wohnungspreise fast überall in Österreich gegenüber dem Vorjahr zugelegt. So sei die stärkste Preissteigerung bei Eigentumswohnungen im Burgenland mit 26,1 Prozent verzeichnet worden. Dahinter folgen Wohnhäuser in Vorarlberg (19,8 Prozent) und Salzburg (17,4 Prozent). Einen Rückgang der durchschnittlichen Transaktions-Summe gab es lediglich bei Wohnungen in der Steiermark, Tirol und Wien. Dieser fiel laut IMMOunited aber "klein bis minimal aus".

Bezirksweise ist Graz mit 544 Transaktionen erneut Spitzenreiter, gefolgt von Wien-Donaustadt mit 323 Transaktionen. Besonders aktiv hat sich dabei Bregenz mit 300 Transaktionen erwiesen, dicht gefolgt von Innsbruck Land mit 285 Verkaufsfällen. Im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen waren Kitzbühel, Mistelbach und Dornbirn Spitzenreiter.

Die teuerste Wohnimmobilie ist in Kirchberg in Tirol für 9,6 Millionen Euro erworben worden. Dahinter mit jeweils 6,8 Millionen Euro liegen ex aequo ein Einfamilienhaus in Döbling sowie ein Einfamilienhaus und eine Dachgeschosswohnung in Kitzbühel. Für eine Dachgeschosswohnung im ersten Bezirk in Wien sind 6,5 Millionen Euro gezahlt worden.

Die größten Transaktionen des Coronaquartals sind mit 72,3 Millionen Euro für ein Gebäude in Bregenz, ein Zinshaus in Wien-Mariahilf mit 40,6 Millionen Euro sowie ein Gebäude in Werndorf in der Steiermark gemessen worden.

Die größten Grundstücksdeals waren in Salzburg (366.135 m²), Neukirchen an der Enknach in Oberösterreich (125.457 m²) und in Aigen-Schlägl, ebenfalls in Oberösterreich mit 118.001 m² verortet.