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Kleider Bauer will abcashen

Urteil der ersten Instanz nicht rechtskräftig

Autor: Gerhard Rodler

Erst kürzlich ist der - seinerzeit anscheinend von Kleider Bauer losgetretene - Tierschützerprozess nach vielen Jahren und Millionen an verschwendeten Gerichtskosten mit glatten Freisprüchen für die Tierschützer zu Ende gegangen. Kleider Bauer hatte daraus keinen Schaden.

Jetzt bemüht der Kleiderhändler erneut die Gerichte. Im Rechtsstreit zwischen der Textilkette Kleider Bauer und dem Wiener Shoppingcenter Donauzentrum gibt es ein erstinstanzliches Urteil. Das Bezirksgericht Wien-Donaustadt hat Kleider Bauer 2,5 Mio. Euro an Schadenersatz zugesprochen, berichtet der „Kurier“ am Mittwoch. Kleider Bauer forderte aber 10,1 Mio. Euro und ging in Berufung. Auch das Einkaufszentrum nimmt das Urteil nicht hin.

„Aus unserer Sicht ist Kleider Bauer kein Schaden entstanden“, sagte Thomas Heidenhofer, Österreich-Chef des französischen Immobilienkonzerns Unibail-Rodamco, zu dem das Donauzentrum seit 2003 gehört. Die Kleider-Bauer-Eigentümer Peter und Werner Graf sehen das anders: Sie klagten, weil in ihrem Mietvertrag eine Konkurrenzschutz-Klausel stehen soll. Demnach müsse Kleider Bauer zustimmen, wenn ein Mitbewerber sich mit mehr als 500 Quadratmetern in das Shoppingcenter einmietet.