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Realistische Preisvorstellungen

Nur fünf Prozent liegen zwischen Angebots- und Kaufpreis

Autor: Charles Steiner

Die Schere zwischen Angebots- und Kaufpreise schließt sich immer mehr. Mittlerweile liegt diese in einem Bereich, wo man bei Verkäufer und Käufer durchaus von realistischen Preisvorstellungen sprechen kann. Das Research-Team der Rustler Gruppe hat rund 150 Investment-Angebote an Investoren und Entwickler mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro analysiert, und diese den tatsächlich erzielten Kaufpreisen gegenübergestellt. Das Resultat: „Die Auswertung ergab, dass die Angebotspreise rund 5 Prozent über den tatsächlich erzielten Kaufpreisen lagen. Der durchschnittliche Angebotspreis der rund 150 Angebote lag bei etwa 3,4 Millionen Euro“, so Maximilian Kainz vom Rustler Research-Team. Und: Die durchschnittliche Vermarktungsdauer zwischen Erstanbot und Erstkaufpreis betrug rund 8 Monate, wobei die niedrigste Vermarktungsdauer bei unter einem Monat, die längste bei über 3 Jahren lag.

„Erstaunlich ist, dass längere Vermarktungszeiträume nicht automatisch größere Differenzen zwischen Angebot und Kaufpreis ergaben“, erläutert der Geschäftsführer von Rustler Immobilien Alexander Scheuch. Bei den ausgewerteten Angeboten handelt es sich um Zinshäuser mit Ausbaupotenzial und Bauträgerprojekte in Wien, die der Rustler Immobilienentwicklung GmbH seit 2017 angeboten wurden. Kaufpreise, die mehr als 20 Prozent vom Angebot abwichen, wurden in der Analyse nicht berücksichtigt. Die größten Abweichungen, die als „Ausreißer“ nicht gewertet wurden, lagen rund 49 Prozent über und rund 45 Prozent unter dem Angebot. Neben der Abweichung zwischen Angebot und Kaufpreis wurde auch die durchschnittliche Vermarktungsdauer ermittelt.