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Klimaschutz auf Kosten des Komfort

KGAL sieht notwendige Einschnitte

Autor: Charles Steiner

Der Klimaschutz dominiert gerade die öffentliche Aufmerksamkeit, das nicht erst seit Greta Thunberg. Nur: Ohne Einschnitte im persönlichen Komfort wird die Energiewende nicht gelingen, ist sich der Investment- und Assetmanager KGAL sicher. Denn, so Michael Ebner, Geschäftsführer Infrastruktur der KGAL Investment Management: Die Energiewende beginne bei jedem selbst: „Wer für Klimaschutz ist, muss auch sein Verhalten ändern und seine Komfortzone verlassen. Es wird nicht reichen, den eigenen CO2-Ausstoß durch einen modernen Ablasshandel zu kompensieren.“ Heißt: Wer den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen wolle, muss auch Windräder in seiner Nachbarschaft dulden. Jeder müsse in irgendeiner Art und Weise Verzicht leisten. Von der Politik fordert Ebner: „Die Politiker dürfen es nicht jedem recht machen wollen, wenn die Energiewende gelingen soll.“ Ebner sieht in der aktuellen Publikation „Perspektive Erneuerbare Energien“, dass bei der Klimaschutzdebatte mit zweierlei Maß gemessen werde.

KGAL selbst hat einen Erneuerbare-Energien-Fonds, den KGAL ESPF 4. Darin seien laut Angaben von KGAL 32 institutionelle Anleger investiert, der Fonds ist um die 750 Millionen Euro schwer. Dieser investiert in erneuerbare Energieformen wie Photovoltaik oder Windenergie in Europa. Ende September dieses Jahres ist der Fonds geschlossen worden.