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Knalleffekt bei immoscout24

Schenner geht, Nachfolger aus Deutschland kommt

Autor: Gerhard Rodler

Das sehr kurzfristig bekannt gegebene Ausscheiden von Patrick Schenner als Geschäftsführer bei der Österreich-Tochter von ImmobilienScout24 ist ein Knalleffekt, den so kaum jemand erwartet hatte. Denn Schenner hatte das Unternehmen auf einem durchaus expansiven Kurs gehalten. Schenner wollte gegenüber immoflash keinerlei Erklärung abgeben. Aus Mitbewerberkreisen war aber in Erfahrung zu bringen, dass die deutschen Eigentümer angeblich auf einen höheren Ertrag ihrer Österreich-Tochter gepocht hätten. Tatsächlich ist das Verhältnis Umsatz zu Ertrag bei der deutschen Mutter doch sehr deutlich höher als in Österreich. Dies ist überwiegend den nahezu doppelt so hohen Marktpreisen geschuldet, wie sie aktuell in Österreich generiert werden. Die Nachfolge von Schenner trat bereits am 1. April der Deutsche Christian Nowak an, der als Geschäftsführer OneScout24 Österreich die beiden Scout24 Portale ImmobilienScout24 und AutoScout24 in Österreich verantwortet.

Christian Nowak selbst war zuletzt CEO der tutoria GmbH, Deutschlands führendem Digital-Education-Unternehmen mit Fokus auf individuellem Lernen. Davor war er mehrere Jahre in leitender Funktion für das Online-Reiseportal Expedia tätig, zuletzt als Country Manager Germany.

Patrick Schenner, seit 2011 Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich, würde das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, so die Stellungnahme von ImmobilienScout24 aus Deutschland.

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Kommentare

User11 | 24.08.2016 13:07

Die Flucht der kompetentesten Mitarbeiter sagt eh schon alles....

User | 04.04.2016 16:04

Sein Kapitalfehler war der Kauf von Immobilien.net. Diese Plattform war schon damals tot, ein paar Gespräche mit Maklern hätten gereicht um das herauszubekommen. Den "Ertler-Buam" kann man nur gratulieren, weil sie wen gefunden haben, dem sie das sinkende Schiff andrehen haben können. Die falsche Plattform, die falsche Software, die falschen Mitarbeiter, die falsche Einstellung, irgendwann geht sich das alles nimmer aus.

Leser4 | 04.04.2016 14:47

Da dürfte schon länger was im Busch gewesen sein, hat sich doch nahezu das gesamte Sales-Team in den letzten Monaten verabschiedet

User 007 | 04.04.2016 14:42

Chaostruppe inkl. Immobilien.net

User2 | 04.04.2016 14:11

@User: Dann reicht es mir auch!

User | 04.04.2016 14:07

Wenn der Neue auf die Idee kommt, die Preise noch weiter nach oben zu schrauben zwecks Renditevorgaben aus D, dann werden sie noch mehr Kunden verlieren.

N.N. | 04.04.2016 13:39

Dr. Schenner war eim angenehmer Geschäftspartner. Alles Gute für die Zukunft. Dem Immoscout ist wohl doch nicht zu trauen.

Warnichtdabeiaber... | 04.04.2016 13:32

So viel "eigener Wunsch" wird da wohl nicht dabei gewesen sein. Schade eigentlich, dass jemand der nachweislich Positives zu Wege gebracht hat, so abserviert wird. Management-Stil Marke "Brechreiz". Dem Neuen kann man nur viel Glück wünschen. - Ohne Erfahrung im Immobiliensektor, ohne Kontakte in die Branche in Österreich und mit der Sympathie des Deutschen ausgestattet ist der gute Mann schon am Papier eine totale Fehlbesetzung. Management Mark "Ahnungslos"?