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Kommentar: Wilde Hilde

Immobilien auf dem Bügelbrett

Autor: Hildegard Schmidt

Also, Mann kann sich das Leben wirklich schwer machen, da kann Frau nur staunen. Zum Beispiel bei der Sache mit den hohen Grundstückspreisen. Ganz ehrlich, so voll verstehen kann ich das Problem ja nicht.

Warum macht Mann (Frauen entscheiden so was ja so gut wie nicht!) denn nicht einfach eine voll fette Abgabe auf die Gewinne, die man bei der Umwidmung macht? Das ist doch gar nicht so schwer, echt nicht. Halbe-halbe, aber diesmal richtig. Nehmen wir den Wert als Grundstück mit Grünlandwidmung, vergleichen es mit dem Wert nach erfolgter Umwidmung. Und ja, jetzt wird die Differenz, also der Spekulationsgewinn, ja genau das ist er irgendwie ja wirklich, geteilt. Also die Hälfte bleibt beim Grundstückseigentümer, der den Gewinn einstreift und die andere Hälfte geht an uns, die Steuerzahler. Naja, an die geht nix, wie immer. Aber an den Staat oder noch besser die Gemeinden sollte dieser Reibach gehen. Und die Gemeinden können mit diesen fetten Gewinnen vor mir aus wieder andere Grundstücke ankaufen und für Sozialwohnungen dann einfach superbillig weitergeben. Na, das wäre es doch - oder? Warum keiner auf so eine Goldidee bisher gekommen ist, das frag' ich mich schon. Wahrscheinlich, weil das so einfach ist, dass das keiner der Superwichtigen das so mag. Verkehrte Welt. Keep it simple, stupid. Was alle sofort verstehen, kann doch nicht verkehrt sein!

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Kommentare

123123 | 01.04.2015 09:13

@anna nym: Wenn ich ein Grundstück als Landwirtschaftlichen Grund kaufe, und dieses nicht ein halbes Stadtentwicklungsgebiet umfasst, sind die möglichen Einnahmen durch Verpachtung gering bis wertlos. Das ist unter "nach hinten los gehen" gemeint. Ganz zu schweigen von den empfindlichen Vorlaufkosten für eine Umwidmung, die natürlich auch anfallen wenn am Ende kein Baugrund daraus wird. Und Nein: Diese Spekulationsgewinne lassen sich nicht mit "Verlusten" ausgleichen. Wenn überhaupt, dann können Sie nur realisierte Verluste, oder die genannten Kosten, gegenrechnen - meines Wissens aber auch nur wenn es sich um keine privaten Grundstücksveräußerungen handelt.

anna nym | 30.03.2015 21:06

Wie soll das Ganze nach hinten losgehen? Etwa wenn er Bauland kauft und dies in Grünland umgewidmet wird? Passiert sowas öfter? Auch wenn, eigentlich sollte sich ein Spekulant damit auskennen... ...wenn sich der Spekulant verspekuliert? Dann wird er den Verlust mit seinem Gewinn aus anderen Spekulationen gegenverrechnen bzw ausgleichen. Er wird ja wohl nicht nur Verluste machen...

Immobilienhai | 30.03.2015 14:44

Und dann wären da noch die Gemeinden, die ja bekannlich auch nicht immer nur "gemeinnützig" unterwegs sind und ihre Grundstücke sicher nicht für den geförderten Wohnbau günstig zur Verfügung stellen werden. Und was ist dann noch, wenn sich der böse Spekulant einmal verspekuliert? Wird der Verlust dann auch mit der Gemeinde geteilt?

123 | 30.03.2015 14:00

Die Medaille hat aber zwei Seiten: Wenn das Ganze nach hinten los geht, bleibt der "Spekulant" auf (fast) wertlosem Grünland sitzen. Dementsprechend hoch ist der Gewinn im Erfolgsfall, um diese Risiko abzubilden. Und wir im übrigen bereits jetzt höher besteuert als bei einer Transaktion ohne Umwidmung.