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Kommt jetzt die große Lösung der Immo-AGs?

Aggregate greift nach Immofinanz, S Immo und CA Immo

Autor: Charles Steiner

Dass am Freitagabend nach Börsenschluss der Immofinanz-CEO Ronny Pecik angekündigt hatte (immoflash berichtete via Sondermailing), sich von seinen Immofinanz- und S Immo-Anteilen zu trennen, befeuert einmal mehr die Gerüchte zu einer großen Lösung als Dreiergespann, nämlich Immofinanz, CA Immo und S Immo. Pecik möchte nämlich seine Anteile an jenen Gesellschaften, in denen die Aktien von S Immo und Immofinanz geparkt sind, an die Revenite veräußern, so sein slowakischer Geschäftspartner Peter Korbacka bis 31. März zustimmt. Geht der Deal über die Bühne, werde Pecik seinen Posten als CEO der Immofinanz räumen, hieß es am Freitag.

Hinter der Revenite steht die Aggregate Holdings um den österreichischen Investor Günther Walcher. Die Aggregate hatte vor wenigen Wochen, als der CA Immo-Großaktionär Starwood erklärte, ein Angebot legen zu wollen, ebenfalls Interesse bekundet, ein Angebot an die CA Immo zu legen. Gehen diese Transaktionen glatt, wäre Walcher mit einem Schlag signifikant an Immofinanz, CA Immo und S Immo beteiligt und könnte theoretisch einen Merger zwischen den drei Immo-AGs einleiten.

Diese Versuche hatte es über die Jahre einige gegeben, sind jedoch gescheitert. Vor vier Jahren etwa hatte die Immofinanz versucht, eine Fusion mit der CA Immo voranzutreiben, ist in die Gesellschaft eingestiegen und hat dafür das Russland-Portfolio aufgegeben, das das Ergebnis belastet hatte. Aus der Fusion ist schlussendlich aber nichts geworden, weswegen die Immofinanz ihren Anteil - über 29 Prozent - an die US-amerikanische Starwood veräußert hatte. Danach der nächste Versuch, diesmal mit der S Immo. Im Vorjahr ist Pecik schlussendlich in die Immofinanz eingestiegen und hatte versucht, die Immofinanz mit der S Immo zu verschmelzen. Das brachte ihm auch Kritik ein - vor allem um die Vorgangsweise mit S Immo-CEO Ernst Vejdovszky sowie um mehrere Aufsichtsratsmitglieder.