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Krisenfestes Student Living

Catella-Fonds kauft in Berlin und Paris

Autor: Charles Steiner

Gewohnt werden muss immer - und immer mehr junge Menschen studieren international. Damit rückt auch die Sonderassetklasse Student Living in den Fokus internationaler Investoren. Die Catella Residential Investment Management (CRIM) hat jetzt das Portfolio des Catella European Student Housing Fund II (CESHF II) mit dem Erwerb von zwei Studentenwohnheimen in Deutschland und Frankreich in Höhe von rund 60 Millionen Euro auf etwa 150 Millionen Euro Investitionsvolumen erweitern können. Somit konnten die im Rahmen des zweiten Closings im Mai 2020 eingeworbenen 45 Millionen Euro zeitnah investiert werden, so CRIM in einer Aussendung. Laut eigenen Angaben konnte der Fonds damit innerhalb von nicht ganz zehn Monaten sechs Objekte mit nahezu 1.500 Wohneinheiten in vier europäische Ländern bei direkten Renditen von 3,5 Prozent. ankaufen.

Der CESHF II ist der Nachfolger des ersten European Student Housing Fund von Catella, der seit seiner Auflegung im Jahr 2013 bis Mitte 2020 laut eigenen Angaben einen internen Netto-Zinsfuß (IRR) von 7 Prozent pro Jahr erwirtschaftet hatte. Die AIFM-Plattform für den CESHF II wird von der Institutional Investment Partners GmbH (2IP) in Frankfurt bereitgestellt.

Michael Keune, Geschäftsführer von CRIM: „Der Markt für Bildung und damit auch für studentisches Wohnen befindet sich in der Covid-19-Ära im Umbruch. Die meisten Universitäten sind geschlossen und Online-Seminare dominieren aktuell den Lehrplan. Aber auch die Grenzen dieser Art des Lernens und das Fehlen einer sozialen Komponente sind deutlich sichtbar geworden. Wir erwarten, dass es in Zukunft eine Mischung aus beiden Formen des Lernens - virtuell und physisch - geben wird. Wir glauben auch, dass die Studentenzahlen während und nach der Covid-19-Krise deutlich steigen und die Nachfrage nach Studentenwohnungen in einem stark unterversorgten Markt stimulieren werden.“

Im Juni 2020 lag die Arbeitslosenquote junger Menschen unter 25 Jahren in Deutschland um mehr als 40 Prozent über dem Niveau des Vergleichszeitraums von 2019, fügte Keune hinzu. „Die Corona-Generation wird gezwungen sein, noch mehr Gewicht auf die Bildung zu legen als frühere Generationen, da es für sie schwieriger sein wird, während und nach dem Studium Arbeit zu finden. Schon jetzt ist die Altersgruppe der unter 25- Jährigen am stärksten von der Krise betroffen.“