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Kritik an Energieausweis weiterhin hoch

Energieeffizienz aber wichtiges Kaufkriterium

Autor: Gerhard Rodler

Rund 63 Prozent der Österreicher und Deutschen stufen den energetischen Zustand ihres künftigen Wohntraums als wichtig ein. Aber nur, solange die Kosten verhältnismäßig ausfallen. Die Mehrheit rechnet ohnedies mit Folgeinvestitionen zur energetischen Sanierung. ImmobilienScout24 hat dafür im 4. Quartal insgesamt 1.952 österreichische und deutsche Kaufinteressenten von Immobilien befragt.

Für die Mehrheit (63 Prozent) stellt die Energieeffizienz des Objekts ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung dar. Tatsächlich macht aber nur rund jeder Achte (13 Prozent) den Immobilienerwerb vom energetischen Zustand abhängig. Besonders im Vergleich zum Vorjahr (2014: 20 Prozent) wird hier ein leicht rückläufiges Interesse deutlich. in puncto Energieeffizienz sind für die Befragten vor allem eine moderne Heizungsanlage (78 Prozent) und Fenster mit doppelter Verglasung (71 Prozent) entscheidend. Kaufinteressenten beurteilen die Folgekosten zur Verbesserung der Energieeffizienz nach dem Immobilienkauf im übrigen insgesamt wesentlich optimistischer als noch im Vorjahr.

Noch immer fällt der Energieausweis, der für Transparenz beim Immobilienkauf sorgen soll, bei den Umfrageteilnehmern durch. Nur rund jeder Siebte (14 Prozent) bewertet den Informationsgehalt dieses Dokuments tatsächlich als gut. Kritikpunkt: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) aller Umfrageteilnehmer bemängeln, dass der Energieausweis zwar den Energieverbrauch dokumentiert, aber keine Rückschlüsse über den tatsächlichen energetischen Zustand des Objekts zulasse.