Immobilien Magazin

Lokaltipp der Woche: Kulinarik-Festival in München

Vegan, paleo und low-carb war gestern - der neueste Ernährungstrend heißt "exporeal". Einmal im Jahr öffnet ein überdimensional großer und ausschließlich auf diese Ernährungsweise spezialisierter Gourmettempel in München für drei Tage seine Pforten. Immer Anfang Oktober können sich die Anhänger dieses anhaltenden Trends durch die neuesten Kreationen der exporealen Küche kosten.

Autor: Barbara Bartosek aus München

Auf einem Areal von 64.000 m² werden auf unzähligen Ständen, die von Köchen aus allen Herren Ländern bespielt werden, über den Tag verteilt verschiedenste Gerichte serviert - stets mit angemessener Getränkebegleitung. Daher zahlt es sich auch wirklich aus, die ganzen drei Tage dort zu verbringen. Für den Zeitvertreib zwischen den Mahlzeiten und den regelmäßigen Snacks haben sich die Organisatoren dieses jährlichen Kulinarik-Hotspot auch etwas einfallen lassen: Es gibt Vorträge und Diskussionsrunden zu den verschiedensten Themen rund um die Immobilie. Ein wahrer Geniestreich, denn jeder Mensch auf der Welt hat ein Verhältnis zu diesem Thema, jeder wohnt in irgendeiner Immobilie und daher kann da auch wirklich jeder mitreden. Schade ist nur, dass man es selbst in drei Tagen nicht schafft, das gesamte Repertoire des eigentlichen Themas - dem exporealen Essen und Trinken - zu erfassen, daher haben wir uns dieses Mal auf die österreichischen Beiträge konzentriert.

Nun zum Wesentlichen - den Gerichten

Der Stand Europa Mitte hat zum Beispiel mit einer köstlichen Pilzsauce mit Semmelknödel (übrigens genau richtig zwischen flaumig und kompakt) sowie Schnitzelstreifen mit Kartoffelsalat aufgewartet. Daneben gab es sahnige Kässpätzle, die angenehm mild waren und damit noch ein wenig Platz für das spätere Angebot anderer Stände ließen. Wobei die Portionen hier eindeutig am größten waren und auch sehr chic angerichtet wurden. Aber wer mal drinnen ist, muss durch - die exporeale Ernährung hat viele Seiten, die umfangreich erfasst werden wollen.

An einem Stand namens Immofinanz konnte man dann würzige Fleischpflanzerl verkosten, die auch hier mit Karoffelsalat gereicht wurden. Außerdem Gnocchi mit Arrabiata Sauce und ein fruchtiges, fein abgeschmecktes Hühnercurry. Beim Thema Curry bliebt auch ein Stand, der sich passend zum Pausenprogramm den Namen CA Immo gegeben hat. Dort hat man Curry aber mit Wurst interpretiert und - so wie es die Berliner tun - dem Ganzen eine süßliche, dicke Tomatensauce zur Seite gestellt. Außerdem gab es Tafelspitz, ganz wie wir ihn aus Wien kennen und lieben.

Ein weiterer Verkostungsstand hieß Signa. Dort ging es auch um die Wurst - aber die Weißwurst. Man wollte sich "nämlich ein wenig an den Standort des Gourmettempels anlehnen", so der Küchenchef Stadlhuber im Gespräch über diesen alljährlichen Höhepunkt der exporealen Diät. "Aber dann doch mit etwas mehr Niveau und einem Tiroler Touch", plaudert er aus dem Nähkästchen, als auch noch Räucherlachs, Shrimps und Roastbeef serviert wurden. Am patriotisch getauften "Austria" Stand konnte man sich so richtig durch die exporal-österreichisches Küche kosten. Maishendelbrust mit Paprikarahm und Butternockerl, Eierschwammerlgröstl, Schweinsbraten mit den klassischen Beilagen Kraut+Knödel, im Rohr gebackener Kürbis mit Schafskäse und Kartoffeln sind da serviert worden und auch allerhand verschiedene Würste sowie österreichische Nachspeisen, wie Apfelstrudel und Kaiserschmarrn. Alles in kleinen, vertretbaren Portionen serviert, sodass man gleich weiter zu den anderen Ständen pilgern konnte.

Wer dieses Jahr nicht dabei war, sollte sich gleich Tickets für das Nächste sichern - einen drei-Tages-Pass gibt es für Schnellentschlossene schon ab ca. 450 Euro - alle Speisen und Getränke inklusive. Und es macht wirklich Sinn, sich mit der exporealen Ernährungsweise einmal im Detail auseinander zu setzten. Sie kann im Anschluss auch relativ leicht in den Alltag integriert und umgesetzt werden - denn erlaubt ist dabei im Grunde alles.

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