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Kunden sind die besten Erfinder

Wie das Internet dabei hilft

Autor: Gerhard Rodler aus Kitzbühel

Im Internet gibt es Foren für alles und jedes – vom Diskussionsforum über Selbstbräuner bis zu höchst detaillierten Diskussionsforen über Ziegel und andere immobilienrelevante Themen. Warum diese tausenden bis zehntausenden engagierten Mitdenker für die eigenen unternehmerischen Zwecke „einspannen“. Das ist, sehr kurz zusammengefasst, die Kernthese von Johann Füller, Vorstand der Münchner Innovationsagentur und seit vielen Jahren beruflich mit dem Thema Innovation befasst.

Füller regte in seinem spannenden Vortrag heute Vormittag im Rahmen der re.comm in Kitzbühel an, dieses Pool an oft sehr guten Ideen einfach anzuzapfen: „Es gibt mittlerweile praktisch zu jedem Thema und zu jeder Fragestellung im Internet Diskussionsforen, wo sich oft dutzende bis hunderte Tüftler sehr detailliert mit dem Thema auseinander setzen und auf Lösungen kommen, die man im professionellen Umfeld jahrelang nicht finden würde.“ So schaffte es beispielsweise eine Internetgemeinschaft, die sich nie gesehen hatte, ein SUV-Auto binnen 18 Monate zu entwickeln. Professionelle Autofirmen schaffen das nicht unter der zumindest doppelten Zeit. Und das Beste: Das entwickelte Auto funktioniert tatsächlich, konnte realisiert werden und entspricht buchstäblich maßgeschneidert den Konsumentenwünschen. So etwas, so Füller, funktioniert mit Sicherheit auch in der Immobilienbranche.

Außerdem auf dem in diesem Jahr stark an Teilnehmer – sowohl quantitativ wie auch qualitativ – gewachsenen Spitzentreffen der Immobilienbranche heute gesehen: Dickson D. Despommier (ein angesehener Mikrobiologe) über die Idee der Farm in der Stadt mittels Hochhäusern, in denen sogar Äcker untergebracht sind. Baroness Susan Greenfield referierte über das menschliche Gehirn.

Die re.comm läuft noch bis morgen, Freitag, mittag.