immoflash

Kurze Schockstarre in der Branche

Ab morgen geht es wieder voll weiter

Autor: Gerhard Rodler

Ein großer Teil der Wiener Immobilienunternehmen hat seinen Sitz im ersten Bezirk. Ein Rundruf von immoflash ergab, dass rund vier von fünf Immobilienunternehmen heute ihren Bürobetrieb geschlossen halten, letztlich um damit auch den Anregungen der Wiener Sicherheitskräfte zu entsprechen.

Ab morgen wird aber wieder auf Normalbetrieb umgestellt. Denn so tragisch dieses Ereignis auch ist, klar ist auch, da sind sich alle in der Immobilienbranche einig, dass man sofort wieder auf Normalbetrieb und - soweit das pandemiebedingt und entsprechend der Ausgangsbeschränkungen möglich ist - normales Leben zurückkehren muss. „Sonst hätten der oder die Attentäter ihr Ziel ja erreicht und das wollen wir alle nicht“, ist praktisch der nahezu deckungsgleiche Tenor von allen. Umso mehr, als Projekte, die jetzt in der Startphase sind, zu einem Zeitpunkt fertig werden, wo wieder Normalbetrieb herrscht.

Wie immer auch „Normalbetrieb“ dann aussehen mag. Aber vor allem Corona hat auch zu einem bereits jetzt spürbaren Zusammenrücken der Immobilienbranche geführt, wo das Gemeinsame vor dem wirtschaftlichen Egoismus gestellt wird. Ein wirklich großer Teil der Immobilienunternehmen - und täglich werden es mehr - möchte ab sofort noch mehr in vertrauensvollen Partnerschaften agieren und wirtschaftliche Optimierungen auf jedenfalls später verschieben. „Jetzt geht es darum, dass wir uns gemeinsam durch diese herausfordernden Zeiten bringen.“ Niemand wird zurückgelassen - so sieht man dies derzeit vielfach auch in der Immobilienbranche, wo man versichert, vorübergehende Schwächen von Marktteilnehmern nicht ausnutzen und dafür eben mehr auf Kooperationen setzen zu wollen. In ein paar Quartalen wird man wissen, ob dies nicht nur verkündet, sondern auch umgesetzt worden ist.