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Leipzig glänzt

Vielversprechender Jahresverlauf am Investmentmarkt

Autor: Gerhard Rodler

Der sehr gute Jahresauftakt der ersten drei Monate hat sich grundsätzlich auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 296 Mio. Euro im ersten Halbjahr konnte der Leipziger Investmentmarkt das relativ schwache Vorjahresergebnis um ein Vielfaches übertreffen und bewegt sich wieder auf dem Niveau der sehr starken Jahre 2011 und 2012. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Anders als an den großen deutschen Investmentstandorten dominieren in Leipzig die kleinteiligeren Größenklassen. Mit einem Anteil von fast drei Vierteln setzt sich die Kategorie von 10 bis 25 Mio. Euro eindrucksvoll an die Spitze. Auf Platz zwei folgen dann bereits Verkäufe mit einem Volumen unter 10 Mio. Euro, die knapp 16 Prozent zum Ergebnis beitragen. Damit spielen sich 90 Prozent des Transaktionsvolumens im eher kleinteiligen Segment ab. Auf die Klasse zwischen 25 und 50 Mio. Euro entfallen demgegenüber nur 10 Prozent des Gesamtumsatzes. Dabei ist außerdem zu berücksichtigen, dass sich dahinter lediglich ein Objekt aus einem anteilig eingerechneten Portfolioverkauf verbirgt.

Für die breite Nachfragebasis spricht auch die homogene Verteilung der Objektarten. An erster Stelle zu nennen sind Einzelhandelsinvestments mit einem Anteil von gut 37 Prozent. Hierbei handelt es sich in vielen Fällen um innerstädtische Geschäftshäuser, einem in Leipzig seit langem sehr beliebten Marktsegment. Mit deutlichem Abstand kommen dann Büroobjekte, die gut 19 Prozent zum Umsatz beitragen, vor den drittplatzierten Logistikimmobilien mit mehr als 18 Prozent. Hier schlägt sich in größerem Umfang der anteilige Portfolioverkauf nieder. Aber auch Hotelverkäufe konnten erfasst werden und sind für über 12 Prozent des Resultats verantwortlich. Auf alle übrigen Nutzungsarten entfallen insgesamt gut 13 Prozent.

Bei der räumlichen Verteilung des Investmentvolumens auf das Marktgebiet können die in Leipzig traditionell starken Cityrandlagen mit 42 Prozent den höchsten Anteil für sich verbuchen. Nahezu gleichauf mit jeweils rund 23 Prozent folgen die Peripherie und die City auf den weiteren Plätzen, wobei der Umsatz im Umland nahezu ausschließlich von Logistikobjekten und Entwicklungsgrundstücken gespeist wird. In den zentralen Innenstadtlagen dominieren dagegen eindeutig die Geschäftshäuser in den hochfrequentierten Einkaufsstraßen.