Immobilien Magazin

Liebe Leserin, Lieber Leser!

Unser jährliches Maklerranking wird traditionell auch von anderen Medien gerne übernommen, was uns natürlich sehr freut. Warum das Ranking übernommen wird, ist – ganz besonders für uns – gut nachvollziehbar. So etwas tut man sich normalerweise freiwillig nicht wirklich an. Denn das Erheben der Zahlen ist bei manchen durchaus mühsam. Natürlich gibt es auch die anständigen und korrekten Unternehmen, die zeitgerecht und korrekt liefern. Bei dem einen oder anderen wiederum ist es fast schon lieb gewordene Tradition, zu hinterfragen, ob man sich beim Ausfüllen der Datenblätter nicht doch etwa geirrt hat. Und es gibt dann auch jene, die sich beharrlich weigern, ihre Umsätze offenzulegen. Das sind üblicherweise die kleineren Makler oder eben Unternehmen, die eben andere Überlegungen haben, warum sie nicht einmal ihre Umsätze offenlegen wollen. Und: In den mehr als zehn Jahren, in denen wir das Maklerranking nun schon machen, haben wir auch bereits einiges erlebt. Aber, wie auch im richtigen Leben, ein bisschen mehr geht offenbar immer noch.

Das hat uns diesmal der Immobilienring (IR) bewiesen. Das ist die gemeinsame Basis einer Reihe, ich möchte betonen, mit durchaus auch seriösen Unternehmen. Es geht dort ab und an scheinbar aber auch anders zu, jedenfalls was die Teilnahme am Maklerranking betrifft.

Traditionell weigert man sich ja dort, am Maklerranking teilzunehmen. So auch in diesem Jahr, trotz mehrfacher telefonischer Nachrufe. So weit, so gut. Spannend wurde es dann aber in diesem Jahr, als der Immobilienring scheinbar die Veröffentlichung jener Makler, die sich dem Beauty Contest sehr wohl unterzogen hatten, abgewartet hatten, um danach ihre Zahlen im Rahmen einer Presseaussendung nachzumelden. Und, wie könnte es denn auch anders sein, man fand sich sogar auf einem Stockerlplatz wieder … Was von derartigen Zahlen – auch wenn sie laut Presseaussendung teilweise notariell beglaubigt worden sind – zu halten ist, mag jeder für sich selber entscheiden. Sehen so Sieger aus? Dass unsere wie erwähnt mühsam erhobenen Zahlen und Daten dann auch noch ohne Rückfrage bei uns für werbliche PR-Aktivitäten verwendet worden sind, hat uns dann aber doch gestört, zumal es der Immobilienring dabei geschafft hat, nicht einmal die Quelle richtig wiederzugeben. Da passt es dann schon wieder gut ins Bild, dass meine schriftliche Bitte um Stellungnahme bezüglich der Copyright-Verletzung drei Wochen und jedenfalls bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe unbeantwortet geblieben ist. Wir haben aus diesem beispielhaften Vorgang jedenfalls gelernt und werden ab dem kommenden Jahr alle jene Makler beziehungsweise ihre Verbünde, die nicht freiwillig ihre Zahlen melden, und das auf valider, nachvollziehbarer Basis, professionell (und natürlich mit entsprechendem Hinweis darauf) einschätzen lassen.

Sie sehen, unsere Rankings bleiben auch nach zehn Jahren noch spannend. Spannend ist – hoffentlich – auch diese Ausgabe, die sich traditionell dem Thema Nachhaltigkeit widmet – und zwar in allen ihren Facetten, bis hin zur sozialen Nachhaltigkeit. Denn neben der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit werden zunehmend Fragestellungen der sozialen Nachhaltigkeit und der Finanzierbarkeit des österreichischen Gesundheitswesens und was die Immobilienwirtschaft dazu beitragen kann ein wichtiges Thema. Lesen Sie mehr dazu in dieser Ausgabe.

Mit den besten Empfehlungen,

Gerhard Rodler