Immobilien Magazin

Liebe Leserinnen und Leser!

So heiß, wie sich der Sommer in diesem Jahr quasi von null auf hundert ins Spiel gebracht hat, verhält es sich derzeit auch mit der Immobilienbranche. Die Immobilienkonjunktur läuft und läuft - und das auf immer höheren Touren.

Autor: Gerhard Rodler

Mittlerweile haben wir die „heißen“ Immobilienjahre vor dem Platzen der Krise längst überholt und sind auf einem Rekordniveau. Seit vier Jahren erwarten „die alten Hasen“ in der Branche, weil der übliche Zyklus schon beinahe ums Doppelte überschritten ist, eine Trendwende. Genau proportional umgekehrt verhält es sich mit den Renditen. Wer hätte noch vor drei Jahren auch nur im Traum daran gedacht, dass man mit einer Rendite von 3,5 Anfangs-Prozent für gute und gut vermietete Büroprojekte durchaus zufrieden sein muss? Muss man Angst haben, dass sich der Markt „jetzt aber wirklich“ überhitzt, dass die Renditen absehbar wieder nach oben gehen werden, die jetzt teuer angekauften Objekte dann sogar neu bewertet werden und somit in den Bilanzen der Investoren Bewertungsverluste verdaut werden müssen?

Davon ist derzeit und wohl auch absehbar nicht auszugehen. Zum einen herrscht nach wie vor eine Überliquidität am Markt. Das liegt unter anderem daran, dass die Investoren durch die Bank trotz (oder gerade wegen) der Nullzinsenpolitik mit ihren Investments meist sehr gut verdient haben und das zugewachsene Kapital auch veranlagt werden muss. Im Rückspiegel betrachtet hat nämlich auch die Wirtschaftskrise diversen Kleinstanlegern herbe Verluste bereitet, die maßgebenden Großen waren da aber schon längst aus dem Risiko wieder draußen - oder haben die Krise ausgesessen, um sich jetzt über entsprechende Zugewinne zu freuen. Selbst wenn die Zinsen - was für die nächsten Jahre weiterhin ausgeschlossen sein dürfte, schon allein, weil ja die Staatsverschuldungen nach wie vor sehr hoch sind - also steigen werden, dürften die Immobilienrenditen eher unten und die Nachfrage nach Immobilieninvestments wieder hoch bleiben.

Denn aufgrund der Überliquidität, deren Ende ebenso nicht absehbar ist, sind Immobilien zwischenzeitig einfach eine sichere Möglichkeit, Geld zu „parken“. Und immer weniger Endinvestoren erwarten sich hier maßgebliche Gewinne. Es gibt also viele gute Gründe, beruhigt in den Sommerurlaub zu gehen, meint Ihr Gerhard Rodler