immoflash

Linz mit viel Logistikpotenzial

Europäische Sekundärstädte im Investorenfokus

Autor: Charles Steiner

Dank des E-Commerce könnte jetzt das Logistikpotenzial von Linz voll ausgeschöpft werden. Wie auch für alle ehemalige Sekundärmärkte, geht aus einer aktuellen Studie von Nuveen Real Estate hervor. In dieser wird die oberösterreichische Landeshauptstadt in einem Satz mit Standorten wie Sevilla, Genua, Erfurt und Toulouse genannt. Investoren würden in diesen Städten ihre Aktivitäten weiter ausbauen, laut Nuveen strebten diese mitunter einen Anteil von 20 Prozent in ihrem Portfolio in eben diesen Standorten an. Die Gründe dafür liegen eigentlich auf der Hand: Zum einen sind die Grundstückspreise in Linz wesentlich niedriger als etwa in Wien, dennoch ist die Verkehrsanbindung in allen Richtungen hervorragend.

Während Logistikimmobilien in Europa durch den Onlinehandel fröhliche Urständ feiern, herrscht im Einzelhandelssektor Katerstimmung. Das Transaktionsvolumen in diesem Sektor sei um ein Drittel eingebrochen, so Nuveen. Demnach würden Investoren mit langfristigem Ansatz vor allem auf Outletcenter oder auf Shoppingcenter mit gemischter Nutzung ausweiten.

Dafür ist der Wohnungsmarkt bei den Internationalen endgültig zu einer der beliebtesten Assetklassen aufgestiegen: Insbesondere dürfte dies den Markt für Studentenwohnheime betreffen, da sich das deutliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage dieses Sektors womöglich noch weiter verstärken wird. Gründe dafür sind beispielsweise der Mangel an erschwinglichen Wohnflächen, der demografische Wandel, die zunehmende weltweite Mobilität von Studenten sowie immer anspruchsvollere Mieter, so die Nuveen-Studie.