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Logistik- und Industrieobjekte schwach

Österreich (noch) kein Markt

Autor: Gerhard Rodler

Andere Länder, andere Sitten: In Deutschland beispielsweise waren Logistikimmobilien der Investmentstar des Jahres 2013 und auch in vielen anderen europäischen Ländern gab es danach eine zunehmende Nachfrage nach Logistikimmobilien, vor allem im XXL Bereich (über 50.000 m²).

Ganz anders indessen in Österreich: Hier stagniert die Nachfrage – auf ohnedies niedrigem Niveau, sowohl nach Logistik- als auch Industrieimmobilien.

Wie geht das mit der an sich gesunden Wirtschaft hierzulande zusammen. CBRE hat dafür einen Erklärungsansatz: Geringe Nachfrage und ein begrenztes Flächenangebot an international vergleichbaren Projekten in günstiger Distributionslage begründen demnach das eingeschränkte Interesse internationaler Investoren am österreichischen Markt. Die Mieten für Logistikflächen in Österreich – die nicht dem internationalen Standard entsprechen - gehören jedoch weiterhin zu den höchsten innerhalb Europas.

Die hohen Liegenschaftspreise im Wiener Stadtgebiet ermöglichen keine Entwicklung von Logistikimmobilien, die zu einem marktüblichen Preis angeboten werden können. Interessenten müssten sich weiter vom Zentrum entfernen, z.B. in Wirtschaftsparks wie Wolkersdorf, Rannersdorf oder das IZ NÖ Süd, wo die Wirtschaftsförderungsagentur des Landes Niederösterreich, EcoPlus, entsprechende Grundstücksreserven bereithält.

Das einzige spekulativ errichtete Objekt, das internationalen Standards entspricht, wurde in Hagenbrunn realisiert. Hier, im Logistikpark Wien Nord, entstand ein Logistikimmobilienprojekt mit rund 25.000 m² Fläche. Eine Bestätigung für die Lage und Anbindung des Standortes Hagenbrunn ist die kürzlich erfolgte Anmietung von A1. Für das neue Österreich-Zentrallager des Kommunikationsanbieters werden hier eine Halle mit 20.000 m² sowie einem Freilager mit rund 18.000 m² errichtet.

Weiters ist der Gewerbe- und Industriepark Eibesbrunn, voll erschlossen zur weiteren Nutzung, als Entwicklungsgebiet erwähnenswert, wo die Anbindung an das Hochleistungsstraßennetz kontinuierlich ausgebaut wird.