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Logistik auf Überholspur

Trotz Risiko sinken auch hier Renditen stark

Autor: Gerhard Rodler

Logistik ist die wahrscheinlich volatilste Assetklasse, da sie auf Konkunkturschwankungen in der Regel besonders schnell und intensiv reagiert. Wohl auch durch den Megatrend, dass sich der Retail-Flächenbedarf aufgrund des online-Handels zunehmend auf Logistik verlagert.

Das sieht man auch am deutschen Logistik-Investmentmarkt, wo 2016 zum dritten Mal in Folge mehr als 4 Milliarden Euro umgesetzt worden ist. Mit knapp 4,44 Milliarden Euro wurde zwar der Vorjahresrekord um knapp 5 Prozent verfehlt, gleichzeitig aber das zweitbeste Ergebnis der Geschichte erzielt. Dies ergibt der Logistikmarkt-Report, den BNP Paribas Real Estate Mitte Februar veröffentlichen wird.

Der Anteil ausländischer Investoren ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen und liegt bei nur 39 Prozent. Da ausländische Anleger speziell im Portfoliosegment verstärkt aktiv sind, ist dies auch ein Indiz dafür, dass gerade hier ein Angebotsengpass vorhanden war.

Nachdem 2015 bei Logistikimmobilien ein regelrechter Renditerutsch zu beobachten war, hat sich die Entwicklung etwas verlangsamt. Im Schnitt der großen Standorte sanken die Spitzenrenditen im Jahresvergleich aber weiter, nämlich um rund 15 Basispunkte und haben sich der 5-Prozent-Marke spürbar angenähert. Am teuersten ist weiter München mit 5,05 Prozent. Gleichauf bei 5,10 Prozent liegen mit Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Köln gleich vier der großen Märkte, nur Berlin ist mit 5,20 Prozent noch etwas günstiger. Mit deutlichem Abstand folgt Leipzig mit 5,70 Prozent, wo die 6-Prozent-Schwelle mittlerweile aber auch deutlich unterschritten wurde.