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Logistikimmobilien werden immer teurer

Umsätze um 61 Prozent über Durchschnitt in Deutschland

Autor: Gerhard Rodler

Dass Logistikimmobilien ganz klar auf der Überholstrasse sind und sich zudem als extrem krisensicher erweisen, zeigt sich jetzt an den ersten Marktdaten aus Deutschland: Mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 5,6 Milliarden Euro wurde der langjährige Schnitt um fast 61 Prozent übertroffen, sodass aktuell gar das zweitbeste je zum Ende eines dritten Quartals registrierte Ergebnis zu Buche steht. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Während einige der übrigen gewerblichen Investmentklassen die negativen Folgen der Corona-Pandemie teilweise deutlich zu spüren bekommen haben, zeigt sich der Markt für Logistik-Investments ausgesprochen robust. Zurückzuführen ist die starke Bilanz darauf, dass es zwar auch innerhalb der Logistikbranche zu deutlichen konjunkturell bedingten Nachfrageeinbußen bei den Kapazitäten gekommen ist, diese aber stark sektoral, etwa auf die Automobilbranche, begrenzt blieben“, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Gleichzeitig konnten andere Bereiche, wie der E-Commerce, oder aber die klassische Lebensmittellogistik, ihre Bedeutung während der Krise sogar deutlich steigern, bzw. ihre Systemrelevanz untermauern. Für viele Anleger ist es daher, sicherlich zum Teil auch aus Mangel an renditestarken Alternativen, innerhalb der vergangenen Monate noch attraktiver geworden, in Logistikimmobilien zu investieren. Dass mit aktuell knapp 4 Milliarden Euro so viel wie nie zuvor durch Einzeltransaktionen generiert wird, bestätigt diese Aussage und zeigt auf, dass die Investorenbasis immer breiter wird.

Obwohl sie lange Zeit als Nische angesehen wurden, entwickeln sich Logistik-Investments mehr und mehr zu einem Massenprodukt. Nicht zuletzt über Fondsstrukturen wird es einem breiten Anlegerspektrum ermöglicht, am Markt teilzuhaben. So verwundert es wenig, dass Spezialfonds aktuell mit gut 28 Prozent am meisten zum Ergebnis beitragen und absolut betrachtet mit fast 1,6 Milliarden Euro ihr im langjährigen Vergleich bisher bestes Ergebnis verzeichnen. Selbiges gilt auch für die offenen Fonds, die 640 Millionen Euro bzw. 11 Prozent des Umsatzes generieren.

Die weiter gestiegene Nachfrage nach Logistik-Investments spiegelt sich auch in der Preisentwicklung wider. Nachdem im Zuge der ersten Marktunsicherheiten im Kontext der Corona-Krise noch eine Seitwärtsbewegung der Netto-Spitzenrendite zu beobachten war, hat sie bis zum Ende des dritten Quartals in fast allen Märkten noch einmal deutlich um 20 Basispunkte auf nun 3,50 Prozent nachgegeben.