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Logistikimmos vor Paradigmenwechsel

Mieten werden auch 2021 weiter steigen

Autor: Charles Steiner

Gerade während der Coronakrise - aber auch schon zuvor - haben Logistikimmobilien bewiesen, wie systemrelevant sie eigentlich sind. Denn auch, wenn aktuell der Automotive-Bereich erheblich schwächelt und Einbrüche verzeichnet, konnte das vor allem durch den rasant wachsenden E-Commerce-Anteil kompensiert werden. Demnach werden Mieten für Logistikimmobilien steigen, vor allem bei Objekten in Stadtnähe. Doch auch in dieser Assetklasse zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab, so ein entsprechendes Papier von der Schweizer Kapital. Denn: Auch hier ist Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein immer gewichtigeres Thema. Pro Jahr werden allein in Deutschland Mietverträge für bis zu sieben Millionen m² Industrie- und Logistikflächen abgeschlossen. Und da gebe es erhebliches Potenzial in Richtung Klimaschutz, ist sich Umut Ertan, Gründer und Gesellschafter der Schweizer Kapital Global Impact Fund AG, der Realogis Unternehmensgruppe sowie der RLI Unternehmensgruppe sicher: “Eine neu errichtete Logistikimmobilie ist heute erst nach circa 40 bis 50 Jahren klimaneutral. Aber es gibt Möglichkeiten, schon in der Bauphase, nachhaltige Baustoffe einfließen zu lassen, die genauso stabil langlebig sind mit wesentlich geringerem CO2 Abdruck." Ansätze dazu gibt es bereits - und Ideen, wie Logistikimmobilien 2025 aussehen könnten. Ertan: “Die Logistikimmobile 2025 wird nachhaltig sein. Sie wird mit Renewable versehen sein, die wir heute so noch nicht kennen oder die noch nicht marktgängig sind, die aber in den nächsten zwei bis drei Jahren auf den Markt kommen werden. Zukünftig werden Logistikimmobilien nicht nur Strom konsumieren, sondern auch Strom produzieren." Durch das geänderte Verbraucherverhalten - Stichwort E-Commerce - steige überdies der Druck auf die Gemeinden, entsprechende Grundstücke auszuweisen.