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Bestes Logistik-Quartal der letzten 10 Jahre

Lagerflächen in Deutschland dringend gesucht:

Autor: Gerhard Rodler

Nach einem schwachen, vom Lockdown geprägten zweiten Quartal haben die Märkte von Juli bis September wieder Fahrt aufgenommen. Betrachtet man nur das dritte Quartal, wurde mit knapp 2,29 Millionen m² sogar das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre registriert. Damit beläuft sich der Umsatz im laufenden Jahr bisher auf 5,02 Millionen m². Der im Vorjahr aufgestellte Rekord wurde damit nur um 5 Prozent verfehlt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Wie gut die Märkte vor dem Hintergrund des schwierigen Umfelds insgesamt performt haben, zeigt sich daran, dass der zehnjährige Schnitt um rund 10 Prozent übertroffen wurde. In Anbetracht dieser Zahlen ist festzuhalten, dass die Logistikbranche die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich besser verkraftet als andere Wirtschaftssektoren. Zwar machen sich durchaus negative Folgen gerade bei exportorientierten Unternehmen oder der Automobilindustrie bemerkbar, diese werden aber durch positive Trends vor allem im E-Commerce oder bei Pharmaunternehmen kompensiert“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate.

In den großen Ballungsräumen wurden 1,66 Millionen m² und damit 10 Prozent weniger als im Vorjahr umgesetzt. Die unterschiedliche Umsatzentwicklung resultiert einerseits aus dem an einigen Standorten weiterhin sehr begrenzten Flächenangebot, andererseits aus unterschiedlich starken Auswirkungen der Pandemie-Folgen. Zulegen konnten Hamburg (340.000 m²; +41 Prozent), das sich auch an die Spitze aller Standorte gesetzt hat, Köln (102.000 m²; +16 Prozent) und insbesondere Leipzig (231.000 m²; +88 Prozent). Teilweise deutliche Umsatzeinbußen verzeichnen dagegen München (166.000 m²; -58 Prozent), wobei zu berücksichtigen ist, dass hier letztes Jahr ein außergewöhnlicher Rekord erzielt wurde, Stuttgart (101.000 m²; -32 Prozent), Berlin (294.000 m²); -24 Prozent), Düsseldorf (94.000 m²; -13 Prozent) und Frankfurt (333.000 m²; -8,5 Prozent).