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Luft aus der Blase

Immobilienpreise in China erneut gesunken

Autor: Gerhard Rodler

Der chinesische Immobilienmarkt ist nach wie vor eine Hochschaubahn. Aber nach jahrelanger unglaublicher steiler Aufwärtsentwicklung und einer rumpeligen Steilkurve nach unten, könnte sich der Markt kurz vor dem freien Fall befinden.

Der Verfall der Häuserpreise in China hat sich im April jedenfalls fortgesetzt und sogar an Fahrt aufgenommen. Neue Wohnimmobilien kosteten im Schnitt um 6,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, ergaben Reuters-Berechnungen auf Grundlage von offiziellen Daten aus 70 Großstädten. Das war der achte Rückgang in Folge. Als Hauptgrund dafür gilt der enorme Bestand an unverkauften Wohnungen. In China gibt es ja ganze Geisterstädte in einer Dimension vergleichbar mit der Stadt Graz und teilweise noch größer, die seit Jahren aufgrund der Preise nicht besiedelbar sind.

Das bremst die Bauinvestitionen, die etwa ein Fünftel des Bruttoinlandsproduktes der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ausmachen. Sie dürfte auch deshalb in diesem Jahr so langsam wachsen wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. In einigen Metropolen zeichnet sich inzwischen eine leichte Erholung am Immobilienmarkt ab: In der Hauptstadt Peking stiegen die Preise im April um 0,7 Prozent zum Vormonat, in Shanghai um 0,6 Prozent.

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